Borderlands 2 – Gamescom Kurzcheck

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“Erinnert ihr euch daran, als wir das letzte Mal hier auf der Gamescom waren?”, fragt Paul Hellquist die anwesenden Journalisten, “Randy und ich mussten damals mächtig viel Überzeugungsarbeit leisten, damit ihr euch Borderlands anseht. Ihr habt dem Spiel eine Chance gegeben und dafür danken wir euch – sonst würden wir heute in einer Welt voller Halo 14s und Call of Duty 32s leben.”

In der Tat. “Borderlands”, diese leicht verschrobene Mischung aus “Diablo“, “Fallout” und jedwedem Egoshooter, hat seine Chance bekommen – und gebiert nun ironischerweise selbst eine Fortsetzung.

Hellquist lacht. “Natürlich waren wir heiß, unser Spiel fortzusetzen. Nur wollen wir es ganz anders machen, wie die anderen.” Die machen es seiner Meinung nach nämlich immer gleich: Kreativhahn zudrehen, überschüssige Ideen des ersten Teils rein, Innovation raus und dann aufblähen. Größer, schneller, größer muss es sein. “Borderlands 2” soll jedoch sämtliche Mechanismen aufwerten.


Die KI, das Fahrzeugsystem, die Waffen, sogar Quests – alles wurde poliert oder komplett neu aufgebaut. Gefundene Schuswerkzeuge (von denen es selbstredend wieder Unmengen gibt) sollen sich einzigartiger anfühlen. Die Waffen der Tediore-Klasse kann man zum Beispiel auf die Gegner werfen, wo sie sich dann mit großem Getöse selbst hochjagen. Auch die Banditen tragen jetzt eigene, spezielle Waffen, die zwar nicht wirklich hochwertig sind, aber dafür riesige Magazine tragen.

Die KI hat dazu gelernt, schlägt Haken, reagiert realistischer. Eigentlich alles Standard, wer aber weiß, wie taktisch die Mutanten im ersten “Borderlands” agierten, freut sich über jede noch so kleine Entwicklung. Und die Vehikel? Nun, es gibt jetzt weitaus mehr, vom normalen Dünenbuggy bis zum schweren Panzer, das Fahrgefühl bleibt aber gleich. Neuerdings findet man aber in jeder Situation den rechten Weg – oben rechts prangt jetzt eine schöne Minimap.

Wirklich gelungen ist vor allem die Art, wie Gearbox dem Vorwurf der “leeren Spielwelt” entgegen kommt. Es gibt jetzt Skripts, dynamische Questziele (in der Vorführmission verfolgen wir z.B. ein schwebendes Gefängnis), größere Settings und eine coolere Geschichte, die alles zusammenhält. Eine mysteriöse Organisation namens Hyperion mischt da mit, fiese Killermechs uns eine gigantische Mondbasis. Sau-fett das Ganze – also genau das, was “Borderlands” vor zwei Jahren fehlte.

Fazit:

Wenn man die Präsentation mit den Worten “Wir machen alles neu und besser” eröffnet, sollte man besser Taten folgen lassen. Genau das tut Gearbox nicht, denn im Grunde ist “Borderlands 2″ eigentlich “Borderlands” mit mehr Waffen, mehr Dynamik und mehr Epik. Zumindest aber die beiden letzten Punkte fehlten mir beim Vorgänger. Vorfreude? Aber hallo!

Messeeindruck: Sehr gut

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Borderlands 2

Weitere Themen: Borderlands, gamescom 2013: Vorverkauf für 2014 hat begonnen, gamescom 2013: Vorverkauf für 2014 hat begonnen, 2K Games

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