Brink Test – Ein echter Volltreffer

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Brink soll die Mauern zwischen Multiplayer- und Einzelspieler-Modus einreißen, sagte Paul Wedgwood einst bei einer der ersten Präsentationen des Ego-Shooters und stellte ein völlig neues Spielerlebnis in Aussicht. Entwickler Splash Damage (u. a. Enemy Territory: Quake Wars) macht also Schluss mit der starren Trennung der beiden Spielbereiche, die für alle Zeiten in Stein gemeißelt zu sein schien. Doch kann der Firmenchef halten, was er versprach?

Worum gehts eigentlich? “Brink” ist ein First-Person-Shooter, dessen Handlung euch in ein Science-Fiction-Szenario versetzt. Im Mittelpunkt steht “The Ark”, eine von Menschen erschaffene Stadt, die aus Hunderten separaten Inseln zusammengesetzt wurde. Zunächst als Öko-Experiment konzipiert, entwickelt sich das Projekt nach dem katastrophalen Anstieg der Weltmeere zum womöglich finalen Fluchtpunkt Zehntausender Erdbewohner.


Völlig isoliert vom Rest der Menschheit bildet sich jedoch nach einem Vierteljahrhundert ein tiefer ideologischer Riss zwischen den ursprünglichen Erbauern und den Flüchtlingen. Während die einen ihr “Baby” erhalten wollen, planen die anderen die Flucht. Somit kommt es zum Bürgerkrieg der beiden Fraktionen Sicherheit und Rebellen, in den man als Spieler aktiv eingreift.


“Brink” ist jedoch kein normaler Ego-Shooter, bei dem ihr euch auf die Seite der Entrechteten oder Schwachen stellt und die bösen Buben abmetzelt. Die Fronten sind nicht so klar, wie in anderen Konflikten. So habt ihr nicht nur die Wahl, für welche der beiden Parteien ihr euch ins Gefecht stürzt. Eure Wahl beeinflusst zudem auf vielfache Weise das Spielgeschehen. So erhalten die zwei Lager eine jeweils eigenständige Storyline, die die Sicht auf die Auseinandersetzung widerspiegelt. Die Entscheidung für einen der Gegenspieler ist jedoch alles andere als unumstößlich. “Brink” erlaubt euch, alle Missionen individuell auszuwählen und damit die Kampagne aus unterschiedlichen Perspektiven zu erleben.

Mehr noch: Ihr zockt nicht nur einsam mit den KI-Kollegen vor euch hin – ihr dürft eure Sessions jederzeit für menschliche Mitspieler oder Kontrahenten öffnen. Das heißt, ihr spielt entweder mit bis zu sieben Kameraden gegen die computergesteuerten Feinde oder ihr agiert mit maximal 16 Spielern gleichzeitig und kämpft um Fortschritt in der Kampagne.


Wer aus Angst vor kreischenden Kids bisher Online-Modi reserviert gegenüberstand, kann beruhigt sein. Hier könnt ihr den Voice-Chat beispielsweise auf eure Freundesliste beschränken. Es sei daher absolut empfohlen, “Brink” mit anderen Gamern zu erleben. Zwar erledigen die KI-Gegner- und Freunde einen soliden Job und zeigen teils beachtliche Schussgenauigkeit. Doch gerade hinsichtlich des eminent wichtigen strategischen Zusammenspiels gibt es keinen Ersatz für das humanoide Hirn als Drahtzieher hinter den Figuren.

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