Bulletstorm - Sexuelle Anspielungen führen zu Vergewaltigungen

Steven Drewers

Es ist wieder so weit, ein Sündenbock wird gesucht. Und mit Bulletstorm hat der US-Sender Fox News wohl einen geeigneten Kandidaten gefunden.

Dass Bulletstorm kein braver Blümchen-Shooter ist, wollen wir nicht bestreiten. Vielmehr wird ein abgeschossener Oberkörper als “Topless”, sowie das Erledigen mehrerer Gegner “Gangbang” genannt. Bei solchen Anspielungen und einem dermaßen hohen Gore-Gehalt, den Bulletstorm nunmal bietet, war es nur eine Frage der Zeit, bis irgendjemand sich zu Wort meldet.

Joah Brandon von Fox News brachte Bulletstorm in direkten Zusammenhang mit den Studien der Psycholgin Carol Lieberman, die Verbindungen zwischen Computer-Spielen und Sexual-Straftaten beweisen sollen. “Der Anstieg an Vergewaltigungen kann in großen Teilen Videospielen und den dort ausgespielten (sexuellen) Szenen zugeschrieben werden”, zitiert Fox News die Psychologin. Bulletstorm sei so ein Titel mit sexuellem Inhalt.

Im weiteren wird auch der Psychologe Dr. Jerry Weichmann zitiert: “Brutale Spiele wie Bulletstorm können die Nachricht aussenden, dass Gewalt und Beleidigungen mit sexuellen Andeutungen eine akzeptable Art sind um Probleme zu lösen.”

Hierzulande beschwert man sich über den hohen Gewalt-Anteil und die USK vergibt – zurecht – “keine Jugendfreigabe”. Jenseits des großen Teiches hingegen hält man das Spiel für anstößig. Andere Länder, andere Sitten. Oder sind die Amis einfach nur prüde? Wir werden sehen, wie sich die Sache weiterentwickelt.

Quelle: 1up

Weitere Themen: Bulletstorm Demo, People Can Fly

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