Review - Call of Duty: Black Ops (PC) Singleplayer

Leserbeitrag
23

Am 09.11. ging die Call of Duty- Serie in die 7. Runde. Verantwortlich für den neuesten Teil des erfolgreichen Shooter-Franchise ist der Entwickler Treyarch, der bereits den 3. Und 5. Teil der Serie entwickelt hatte. Kann Call of Duty: Black Ops den hohen Erwartungen, die aufgrund des letzten grandiosen Teils aufgekommen sind, gerecht werden? Dies lest ihr in der folgenden Review.

Du erwachst und findest dich in einer komplett fremden Umgebung wieder. Beim Umschauen siehst schon die Wände vor lauter wirrer Zahlen nicht mehr und zum allem Überdruss bist du noch an diversen Geräten angeschlossen währenddessen dich irgendjemand an einen Stuhl gefesselt hat – Mist .Dies muss auch der Amerikanische Agent Alex Mason gedacht haben, als er sich genau in dieser Umgebung wiederfand.

Die Story von Call of Duty: Black Ops beginnt mysteriös und wirft sofort allerlei Fragen auf. Warum ist Mason gefesselt? Was bedeuten diese Zahlen? Um letztere dreht sich im

Grunde die Story von Black Ops. Denn Mason ist die einzige Chance um einen nuklearen Notfall zu verhindern. Und die Zahlen sind dafür des Rätsels Lösung. Um die Bedeutung der kryptischen Zahlenfolge zu erkennen, durchstreift der Amerikaner die Erinnerungen seiner vergangenen Einsätze, um auf Hinweise zur Lösung des Rätsels zu stoßen. Dadurch besucht der Spieler etliche Schauplätze, wie z.B. das ehemalige Kriegsgefangenenlager Workuta oder den Vietnam während des gleichnamigen Krieges. Trotz der vielen Schauplätze ist dennoch die Kampagne viel zu kurz geworden. Kaum hat man sich richtig in der Spiel hineinversetzt, schon ist es vorbei.

Zwar kann die Story, Genre-üblich, nicht durch eine extrem tiefgründige Hintergrund-Geschichte überzeugen, setzt aber, wie bereits die vorherigen Call of Duty-Teile auf die

Inszenierung. Black Ops überzeugt durch andauernde Action untermalt von abertausenden Explosionen, schnellen Verfolgungsjagten und actionreichen Feuergefechten. Besonders schön dabei ist, dass der Spieler nicht nur normal als Soldat seine Missionen erfüllen muss, sondern die Chance hat, diverse verschiedene Gameplay-Elemente auszuprobieren. Dadurch wird das Spielgeschehen nie langweilig und überrascht immer wieder aufs Neue. So könnt ihr euch beispielsweise an das Fliegen eines Helikopters probieren, um diverse Flugabwehrmaßnahmen aus dem Weg zu räumen.

Neben der Hauptkampange von Call of Duty: Black Ops, eröffnet das Spiel dem Spieler noch die Möglichkeit, sich an den sogenannten ”Überlebenskampf” zu probieren. Dieser

Spielmodus ist vergleichbar mit dem von Left4Dead, in welchem ihr möglichst viele Zombiewellen ausschalten müsst, ohne dabei selbst zu sterben. Dabei kann man während des Spiels neue Waffen, Munition und Gadgets, wie z.B. ein extra Leben, von der im Spiel erlangten Währung kaufen. Diese kann verdient werden, indem man entweder Zombies erlegt oder zerstörte Barrikaden wieder aufrichtet.

Neben diesem Modus gibt es auch die Möglichkeit das Arcade-Spiel Dead Ops zuspielen. Dies ist im Grunde der Überlebenskampf-Modus in der Draufsicht. Dead Ops Arcade ist ein netter Top-Down-Shooter, der ein guter Zeitvertreib zwischen der Story darstellt. Neben dem Arcade-Shooter baute Treyarch zudem noch ein kleines Text-Adventure mit dem Namen Zork 1 ein.

Wenn ihr selbst herausfinden wollt, wie man zu den Eastereggs gelangt, drückt hier nicht

Um zu den Eastereggs zu gelangen muss man im Hauptmenü während man auf seine Beine schaut mehrfach die Leertaste drücken. Nachdem Mason aufgestanden ist kann man zu einem Computer im Raum laufen und mit ihm Interagieren. Sobald der Computer gestartet ist, muss man nun entweder ”DOA”, um Dead Ops Arcade oder ”Zork”, um Zork 1 zu starten, eintippen und Enter drücken.

Technisch gesehen steht Call of Duty: Black Ops seinem Vorgänger im Nichts nach. Die

Grafikqualität ist kaum im Vergleich zu Modern Warfare 2 kaum zu Unterscheiden. Beim Spielen fallen nur gelegentliche Ruckler zwischen den Zwischensequenzen. Der Sound ist mal wieder grandios geworden, dennoch hinkt die deutsche Synchronisation dem ein wenig nach. Die Sprecher klingen zwar sehr glaubwürdig, sind aber an manchen Stellen nicht synchron mit den Mundbewegungen. Auch werden manche Textpassagen an unnötigen Stellen wiederholt.

 

Fazit:

Call of Duty: Black Ops übertrifft zwar nicht seine Vorgänger, kann aber im Vergleich gut mithalten. Die Story ist zwar, wie in den zuvor erscheinenden Teilen, viel zu kurz, reißt den Spieler aber ab der ersten Spielminute mit und begeistert mit einer Menge Action. So kann sich Black Ops zu seinen Brüder in die Kartei der Oberklasse der Shooter einreihen. Das einzige Problem ist dabei nur, dass das Spiel das Genre nicht revolutioniert. Viele Gameplay-Elemente sind nur Kopien aus den Vorgängern. Auch wenn das das Spielgefühl nicht vermindert, verschenkt hier Treyarch große Chancen. Alles in allem kann ich jedem Shooter-Liebhaber Black Ops wärmstens an Herz legen. Für alle die Modern Warfare 1 und 2 liebten, ist auch der 7. Teil der Call of Duty-Serie ein Pflichtkauf.

Wieso nur eine Singleplayer-Review?

Aufmerksamen Lesern ist wohl beim durchstöbern der Review aufgefallen, dass ich den Multiplayer-Part von Black Ops gar nicht behandelt habe. Der Grund hierfür ist relativ simple. Zum Zeitpunkt des Verfassens des Artikels war der Multiplayer nahezu unspielbar. Häufige Disconnects und große Lags machten es den Spielern das Leben schwer. Da aber das Grundkonzept, wie auch beim vorherigen Teil sehr gut war, möchte ich erst ein Statement zum Mehrspieler-Modus abgeben, sobald die aktuellen Probleme behoben sind.

Getestete Version: PC

Weitere Themen: Activision Blizzard

Neue Artikel von GIGA GAMES

GIGA Marktplatz