CoD: Black Ops Escalation Pack Test – Wenn Zombies, dann Romero

Mit First Strike bekleckerte sich Activision nicht gerade mit Ruhm. Für ein paar läppische Maps sollten die Spieler satte 15 Euro hinblättern. Das Fatale: Die Rechnung ging sogar auf, das Content-Update für “Call of Duty: Black Ops” ging weg wie warme Semmeln. Bestärkt durch diese mit dem Geldbeutel ausgeübte Meinungsäußerung wird nun der zweite Downloadinhalt namens Escalation zum gleichen Preis auf die Shooter-Jünger losgelassen. Ist das Preis-Leistungs-Verhältnis diesmal besser?

CoD: Black Ops Escalation Pack Test – Wenn Zombies, dann Romero

Was erhaltet ihr im aktuellen Fall als Gegenwert für euren finanziellen Einsatz? Äußerlich betrachtet genau dasselbe: vier neue Maps für den Mehrspielermodus und obendrauf gibt’s noch eine neue Karte für den Überleben-Modus. Oberflächlich hat sich also nichts geändert, wichtig ist aber natürlich vor allem, was in diesem neuen Paket drinsteckt.

Auch wenn die verrückte Zombiehatz nur ein Nebenprodukt zu sein scheint, spielt es für mich doch die Hauptrolle in diesem fragwürdigen Quintett. Im Gegensatz zu den vier übrigen Mehrspielerkarten hat man sich hier sogar richtig was einfallen lassen und eine kleine Handlung rund um den Überlebenskampf gegen menschfressende Untote gestrickt. Im Mittelpunkt dieser Geschichte steht ein gewisser George Romero, der Vater des modernen, klassenkritischen Zombiefilms.

call of duty escalation

Beim Versuch eine Reihe prominenter Darsteller für seinen nächsten Zombieschnetzler aufs Bild zu bannen, gerät die Lage plötzlich außer Kontrolle und ein vermeintlicher Statist entpuppt sich als echtes Monster – der schwarzhumorige und lustig inszenierte Auftakt von “Call of the Dead”. Anstatt aber, wie man bei Romero vielleicht erwarten würde, durch Konsumtempel oder Innenstädte zu stolpern, geht der Kampf gegen die Zombiehorden in einer eisigen Einöde weiter.

Die Lage erscheint einmal mehr hoffnungslos, nur ein verlassener Leuchtturm sowie ein Schiffswrack vermitteln den zarten Impuls, dass es einen sicheren Rückzugspunkt gäbe. Doch der Anschein trügt, denn anders als in den bisherigen Levels dieses Modus kann man sich hier nicht darauf beschränken, ein Areal gegen den Ansturm der Fieslinge zu verteidigen. Dafür sorgt Romero höchstpersönlich, der dem zentralen See entsteigt und mitsamt seines blitzenden Hammers eine furchterregende Erscheinung abgibt. Er folgt euch überall hin und lässt sich nicht aufhalten – im Gegenteil: Attacken steigern seine Wut, anstatt euch hinterherzuschlurfen, legt er dann einen gehörigen Zahn zu und verpasst euch lähmende Schläge. Nicht gut, wenn gerade ein halbes Dutzend Untoter hinter euch her ist. Diese simple, aber bedeutende Änderung am Spielprinzip erfordert taktische Anpassung und noch sorgsamer gezielte Schüsse.

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