Native Development Kit 5: Mehr "Awesomeness" in Gingerbread

Frank Ritter

Das Native Development Kit (NDK) für Android ist, laienhaft gesprochen, das Bindeglied zwischen “normalem” Code, wie er etwa auf PC ausgeführt wird und der Dalvik VM von Android, unter der reguläre Apps laufen. Das Ausführen von nativem Code birgt viele Vorteile, insbesondere bei der Entwicklung von Spielen. Glaubt man den Worten von Chris Pruett, einem bekannten App-Entwickler, ist das NDK 5 für Android 2.3 “Gingerbread” ein großer Schritt nach vorne — “awesome” eben.

Native Development Kit 5: Mehr "Awesomeness" in Gingerbread

Das NDK für Android wurde erstmals im Juli 2009 vorgestellt. Größter Vorteil des NDK ist, dass dafür Code in C/C++ geschrieben werden kann. Dieser ist in kompilierter Form erheblich performanter als der Quasi-Java-Code regulärer Apps. Nicht zuletzt wird mit dem NDK ermöglicht, dass Apps die 3D-Grafikschnittstelle OpenGL ES nutzen können. Lange Rede, kurzer Sinn: Dank NDK haben wir ausgefuchste Spiele auf unseren Android-Geräten.

In der neuen Version 5 des NDK wurden einige entscheidende Verbesserungen integriert, führt Chris Pruett aktuell im Android Developers Blog aus. Der Autor dieser Zeilen versteht als Nicht-Programmierer bei weitem nicht alles, gibt den Inhalt aber frank und frei wieder:

So wurden neue APIs (Programmierschnittstellen) eingeführt, dank der man den kompletten Code von Apps in C/C++ schreiben kann — ohne eine einzige Zeile Java. Natürlich kann man trotzdem auf die im Hintergrund weiterlaufende Dalvik VM zurückgreifen, es ist nur nicht mehr zwingend notwendig. Des weiteren kann über das NDK nun Sound nativ ausgegeben werden, verschiedene Eingabe-Ereignisse wie Hardware-Buttons, Touchscreen-Events und Sensoren-Events können nativ angenommen, Fenster kontrolliert und Assets aus der APK direkt angesprochen werden. Die C++ Standardbibliothek STLport ist integriert. Zudem gibt es in Revision 5 des NDK rückwärtskompatible Unterstützung für RTTI, C++ exceptions, wchar_t und verbesserte Debugging-Tools.

Dungeon Defenders

Grafisch aufwändige Spiele wie Dungeon Defender (Bild) wären ohne das Android-NDK unmöglich.

Unter dem Strich bedeutet die fünfte Version des NDK, dass in C und C++ geschriebene Programme ohne großen Anpassungsaufwand auch auf Android laufen sollten. Multimedia-Anwendungen können zukünftig viel performanter programmiert werden. Jüngst hat auch VLC-Leadentwickler Jean Baptiste Kempf angegeben, dass die Portierung des VLC auf Android durch das neue NDK erheblich vereinfacht würde.

Android Developers Blog: Gingerbread NDK Awesomeness

Weitere Themen: C&C Demo, Electronic Arts

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