PhysX: Was lange währt wird endlich gut - oder etwa doch nicht?

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(HolgerTim) Ob nun fliegende Holzplanken, flatternde Flaggen oder explodierende Benzin-Fässer, -all das will möglichst realistisch von Grafikkarte und Prozessor berechnet werden. Vermehrt tauchen nun auch spezielle Beschleunigerkarten im Handel auf. Wie sich Ageias PhysX-Karten mittlerweile so schlagen und ob sich die Anschaffung tatsächlich lohnt, zeigen wir Euch heute in der Sendung.

PhysX: Was lange währt wird endlich gut - oder etwa doch nicht?

Bislang ist es gang und gäbe, dass jegliche physikalische Berechnung in einem PC-Spiel vom Gespann Grafikkarte und Prozessor erledigt wird. Um die CPU zu entlasten hat Ageia vor einiger Zeit eine spezielle PCI-Karte entwickelt, auf dem der “PhysX”-Prozessor, auch “Physic Processing Unit” (PPU) genannt, sitzt.

Voraussetzung für die Beschleunigung im Spiel ist dabei natürlich, dass die Karte überhaupt unterstützt wird. Bislang gibt es aber nur eine lachhafte Auswahl an Titeln, die Vorteile aus der PPU ziehen können. Neben der “Ghost Recon: Advanced Warfighter”-Serie sorgt besonders “CellFactor” und das kürzlich erschienende “CellFactor: Revolution” für Furore. Die beiden Spiele verstehen sich als “Techdemos” und sollen dem Spieler in Shooter-Manier demonstrieren was mit einer “PhysX”-Karte alles so realisierbar ist. Eine komplette Liste der Spiele die zur Zeit “PhysX” unterstützen findet Ihr hier.

Zwar ist auch für “andere Spiele die Implementierung von “PhysX”-Effekten geplant, bislang fehlt aber noch jede Spur von diesen. Angesichts der auch schon ohne “PhysX”-Beschleunigung gebotenen Detailstufe ist es aber ohnehin fraglich, ob es sich für die Entwickler lohnt, in die Entwicklungsarbeit zu investieren.

Auch die Grafikkarten-Hersteller haben den Braten bereits gerochen und eigene Konzepte zur besseren Physik-Berechnung vorgestellt. NVIDIA kooperiert mit den Entwicklern der “Havoc”-Engine und versucht mit Hilfe von “SLI” realistischere Welten erzeugen. ATI geht einen ähnlichen Weg und will ebenfalls mit mehreren Karten die Physik verbessern. Eine von bis zu drei Grafikkarten, also maximal zwei “CrossFire”-Karten plus eine Physik-Karte, kann dabei die Berechnung übernehmen.

Aber natürlich werden auch normale CPUs schneller und der Siegeszug der Multi-Core-Prozessoren ist unabwendbar. Somit ist auch hier immer mehr Leistung zugegen, um eine schönere Darstellung von z.B. Wasser zu ermöglichen.

Bislang ist die Zukunft der Physik-Beschleunigung noch nicht klar, so dass man das Geld besser in einen schnelleren Prozessor oder Grafikkarte, als in eine “PhysX”-Karte investiert.

Es muss wohl erst auf einen gemeinsamen Standard gewartet werden, bis man sich ernsthaft Gedanken machen kann, das hart verdiente Geld in eine Physik-Lösung zu stecken.

Was bringt einem also die “PhysX”-Karte? Die Antwort auf diese Frage könnt Ihr natürlich in den COMMENTS ausdiskutieren. Anreiz zu dieser Diskussion sollten Euch spätestens die heute in der Sendung gezeigten Bilder von “CellFactor” bzw. “CellFactor: Revolution” geben. Aber auch im Netz kursieren diverse Vergleichvideos von Spielen die mit und ohne zusätzliche “PhysX”-Karte aufgezeichnet wurden.

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