Counter-Strike & Co.: Valve behebt Hacker-Schwachstelle in Source Engine

Luis Kümmeler

Der Entwickler Valve hat eine Schwachstelle in seiner populären Source Engine behoben, die Hackern Zugriff auf die Computer anderer Spieler gewährte. Ein besonders perfides Detail: Um die Maschinen ihrer Opfer zu übernehmen, mussten sie diese erst im Spiel abschießen. Betroffen waren Titel wie Counter-Strike: Global Offensive, Portal 2 und Team Fortress 2.

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Counter-Strike-Global-Offensive-Trailer

Die populäre Source-Engine vom Entwickler und Steam-Betreiber Valve kommt in zahlreichen Spielen zum Einsatz – darunter natürlich eigens entwickelte Titel wie Counter-Strike: Global Offensive, Half-Life 2: Deathmatch, Portal 2, und Team Fortress 2. Nun wurde ein Experte der Seite One Up Security jüngst auf eine Schwachstelle in besagter Engine aufmerksam, die Kurioses ermöglichte.

Portal: Durchgespielt, ohne die Maus zu verwenden

So sollen Hacker bis vor kurzem die Möglichkeit gehabt haben, eigene, mit schädlichem Code versehene Ragdoll-Modelle in benutzerdefinierten Multiplayer-Partien einzusetzen und somit eine Schwachstelle im Spielepuffer ausnutzen. Einfacher formuliert: Indem die Hacker ihre Opfer im Spiel erledigten, konnten sie Zugriff auf ihre Computer erlangen und etwa Trojaner installieren oder anderen Schabernack treiben.

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Nachdem Valve über die Schwachstelle informiert wurde, fackelte der Entwickler offenbar nicht lange: Innerhalb nur eines Tages soll der Software-Riese entsprechende Updates für einige seiner größten Titel veröffentlicht und das Problem somit behoben haben. Das ist ziemlich beachtlich, dass Valve so schnell handelte. Dadurch bekamen nur relativ wenige Spieler überhaupt mit, dass es eine Gefahr vor Hackern gab.

Inzwischen solltest du dich wieder sorgenfrei „fraggen“ und ins digitale Jenseits schicken lassen können.

Weitere Themen: Team Fortress 2, Portal 2, Left 4 Dead 2, Counter-Strike, Valve

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