Counter-Strike - Global Offensive: Profi-Spieler für ein Jahrtausend gesperrt

Marco Schabel

Die Entwickler von Counter-Strike Global Offensive wollten ein Zeichen setzen und verpassten einem E-Sports-Profi diese unglaubliche Strafe für sein unakzeptables Verhalten gegenüber einem minderjährigen Mädchen. 

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Counter-Strike: A Brief History (Official Valve Video)

Wer sich im Leben daneben benimmt, der muss mit Konsequenzen für seine Taten rechnen. Das betrifft in der Welt der Videospiele vor allem diejenigen, die es wagen, in ihren Online-Games zu schummeln, oder die sich Spiele illegal herunterladen. Auch Vergehen gegen andere Spieler in Online-Games, wie zum Beispiel Belästigungen, Beleidigungen und Drohungen, werden immer schärfer verfolgt und bestraft. Im Normalfall drohen dabei unterschiedlich lange Sperren, damit die Spieler lernen, sich besser zu benehmen. Auch E-Sportler sind von Sperren nicht ausgenommen. Im Falle eines kürzlich verurteilten Profi-Spielers in Counter-Strike: Global Offensive  ist die Strafe besonders extrem ausgefallen.

Bis Reece „bloominator“ Bloom wieder die Erlaubnis erhält, Counter-Strike: Global Offensive kompetitiv zu spielen, ist er ein Jahrtausend älter. Grund dafür ist seine von der E-Sports Entertainment Association (ESEA) verhängte Sperre, weil er ein 15-jähriges Mädchen privat im Chat belästigt hat. Kotaku berichtet, dass Bloom dem minderjährigen Mädchen unangebrachte Nachrichten und sexuelle Fotos geschickt habe. Zusätzlich habe sich Bloom in erbosten Forumeinträgen abfällig über das Mädchen und uneinsichtig zu dem Thema geäußert. Der Armor Esports-Profi, der zuvor zum ESEA-Team Exertus gehörte, darf demnach erst am 6. Juni 3016, also in rund 365.000 Tagen, wieder kompetitiv antreten.

„Bloom wurde aufgrund seiner Interaktionen mit einem Mitglied der Community gebannt“, so ein Sprecher der ESEA. „Dieses Benehmen ist nicht akzeptabel.“ Warum genau nicht einfach eine lebenslange Sperre oder ein Permabann für den Counter-Strike Global Offensive-Profi verhängt wurde, ist nicht klar. So oder so wurde ein Zeichen gesetzt, dass solch ein Benehmen weder im E-Sport noch im kompetitiven Online-Gaming akzeptiert wird.

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