"Killerspiel" Debatte - Politiker LAN im Bundestag

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Man sollte es nicht für möglich halten. Im Bundestag wurde am 23. und 24. Februar eine LAN abgehalten die Politiker näher an Spiele heranführen sollte und ihnen ihre Vorurteile und Angst nehmen.

Diese LAN wurde von drei Mitgliedern des Bundestages ins Leben gerufen:Dorothee Bär (Stellvertretende Generalsekretärin der CSU), Jimmy Schulz (FDP) und Manuel Höferlin (FDP).

Es war alles vertreten von Playstation Move mit Virtua Tennis, welches leidenschaftlich von Ex-Justizministerin Brigitte Zypries gespielt wurde, über Red Dead Redemption bis hin zu CounterStrike. Leider war es abzusehen das die grössten Gegner des ganzen nicht erscheinen werden. So zum Beispiel Hans-Peter Uhrl, innenpolitischer Sprecher der CDU/CSU, zu dem Event: ”Wozu soll ich lernen, wie man ein Killerspiel wie Counter Strike spielt?”

Im großen und ganzen konnte man aber Politiker sehen die Homefront oder gar Counter Strike Source spielen und musste bei diesem Bild wahrscheinlich zwei mal hingucken um es zu realisieren. Auf die Frage hin warum dies LAn ins leben gerufen wurde Antworteten die drei Mitglieder des Bundestages folgendes:

Jimmy Schulz (FDP): ”Seit Anfang der 80er Jahre, also seit den ersten überhaupt verfügbaren Computerspielen, begeistere ich mich dafür. (…) Einige meiner Kollegen kennen die digitale Welt der Computerspiele noch nicht und urteilen über das Unbekannte, Neue, scheinbar Gefährliche. Mein Anliegen ist es, diese Vorurteile zu hinterfragen. (…) Generell bin ich überzeugt davon: Politiker sollten öfter selbst erleben, worüber sie entscheiden.”

Dorothee Bär ( Stellvertretende CSU-Generalsekretärin): ”Computerspiele sind mittlerweile ein Teil der Kultur unserer Gesellschaft und genießen als anerkanntes Kulturgut den besonderen Schutz (…) sowie auch die explizite Förderung des Staates. (…) Wünschenswert ist, dass diese Erfahrungen zu einer sachlicheren und fachlich fundierteren Diskussion zum Thema Computerspiele führt.”

Manuel Höferlin (

FDP): ”Die erste Politiker-LAN soll mehr Verständnis für Computerspiele in den Plenarsaal bringen. (…) Es ist mir wichtig zu zeigen, dass das oft gezeichnete Bild des vereinsamten Computerspielers vielmals wenig mit der Wirklichkeit zu tun hat. (…) Computerspiele sind für mich eine natürliche Weiterentiwcklung des herkömmlichen, ”analogen” Spielens.”

Jetzt kann man nur hoffen das die Idee die hinter dieser LAN steht zündet und Gamer nicht mehr wie potenzielle Amokläufer oder Perverse behandelt werden durch die Politik.

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Weitere Themen: LAN, Counter-Strike Demo, Valve

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