Zockerweibchen - Frauen und Gaming

Leserbeitrag
398

(Pille) Machen wir uns nichts vor: Es gibt im Leben einfach Dinge, in denen Männer einfach besser sind. Autofahren, Gewichtheben, Fußball… bisher gingen auch die meisten männlichen Exemplare der Gattung Gamer davon aus, in ihrer Spezialdisziplin, dem Zocken, dem weiblichen Geschlecht leistungstechnisch überlegen zu sein.

Zockerweibchen - Frauen und Gaming

Allerdings beweisen die Anhängerinnen des vermeintlich schwächeren Geschlechts in letzter Zeit immer häufiger, dass sie im Zocken allen Drei-Tage-Pflaum-Trägern in nichts nachstehen. Inzwischen gibt es ganze Internetplattformen, die speziell auf die holde Weiblichkeit zugeschnitten sind.

Auch wenn die ersten Sätze dieses Artikels nicht ganz ernst zu nehmen sind – dass insgesamt Mädchen nicht gerade die ersten Ansprechpartner darstellen, wenn man auf der Suche nach einem würdigen FIFA-Gegner oder Need for Speed-Kontrahenten ist, liegt wohl in erster Linie in der Tatsache begründet, dass Mädchen einfach nicht auf die selbe selbstverständliche Art und Weise an das Thema Videospiele herangeführt werden.

Während es für Jungen völlig normal ist sich bei Freunden oder Bekannten um die Konsole zu versammeln und drauflos zu daddeln, ist das in den meisten Mädchencliquen wohl eher unüblich. Zocken war lange Zeit wie Plastiksoldaten oder Spielzeugautos schlichtweg Jungskram. Dies lag wahrscheinlich vor allem an den Themen, mit denen sich Computerspiele in der Vergangenheit beschäftigten. Autorennen, Fußballsimulationen und Kriegsspiele machen nunmal einen Großteil der Gaminglandschaft aus. Allerdings hat sich diese Entwicklung in den letzten Jahren etwas geändert.

Mit dem Siegeszug der Casualgames und der Erschließung neuer Käuferschichten für Videospiele, hat die Gamingindustrie nun viele vormals zarte Mädchenhände zu – durch exzessives Buttonmashing gestählten – Zockerpranken mutieren lassen. Obwohl gestählte Stimmbänder wohl die bessere Bezeichnung wäre. Sonys Singstar-Franchise zählte mit dem casualligsten Casualgame aller Zeiten, “The Sims”, wohl mit zu den Games die auch Mädchen das Thema Videospiele näherbrachten.

Tatsächlich scheint die Thematik in Videospielen einer der wichtigsten Gründe zu sein, warum der Großteil aller Mädchen und Frauen sich erst jetzt halbwegs intensiv mit Gaming beschäftigen. Betrachtet man die Internetseite von Play Vanilla, einem bekannten Gamingportal für Mädchen und Frauen, so fällt dem männlichen Gamer sofort die Genreunterteilung auf. “Kopf und Körper” und “Party und Musik” sind die ersten Gamingkategorien, die der geneigten Gamerin hier präsentiert werden. Das Kultspiel “The Sims” bekommt zusammen mit “Strategie” sogar eine eigene Kategorie.

Allerdings zeigen etliche Mädchenclans, die inzwischen regelmäßig auf CS-Turnieren Pokale abräumen, dass Mädels auch im Shooterbereich Fuß fassen.

Das Thema “Frauen und Gaming” ist heute abend eines unserer Topthemen in GIGA The Show. Dazu haben wir Ruth Lemmon, Projektmanagerin und Referentin Medienkompetenz beim Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V. und live zu Gast im Studio Meike Busch aus unserer Redaktion, selbst leidenschaftliche Counter-Strike Source-Zockerin. Außerdem gibts um 22:30 ein Games Feature zum Thema. Wir waren vor Ort beim Female CS-Squad des Clans Alternate Attacks und haben die Mädels nach ihrer Meinung über Frauen im E-Sport und Frauen in der Gamingszene allgemein befragt.

Quiz wird geladen
Bist du ein E-Sport-Experte? Beweise dein Wissen im Quiz!
Welches CS:GO-Turnier hatte die meisten Besucher bisher (Stand: Dez 2015)?

Weitere Themen: Counter-Strike Demo, Valve

Neue Artikel von GIGA GAMES

GIGA Marktplatz