Von Monstern, Kriegshelden und Geheimagenten

Mal schlüpft man in die Rolle eines Mitgliedes der Special Forces, ein anderes Mal bekämpft man als der typische Antiheld, der zur falschen Zeit am berüchtigten falschen Ort war, wahlweise Monster, Außerirdische oder Terroristen. Manchmal ist der Sinn des Spieles, möglichst viele der Gegner aus dem Weg zu räumen, andere Plots sehen in dem stilvollen Ableben der vornehmlich mit künstlicher Intelligenz ausgestatteten Gegenspieler eher ein Mittel zum höheren Zweck. Doch eines haben alle diese so genannten Shooter Games, also Computer- oder Konsolenspiele, deren Zweck in dem Ausmerzen von Feinden besteht, gemeinsam: Sie gehören zu den bösen Buben unter den elektronischen Spielen.

Von Monstern, Kriegshelden und Geheimagenten

Über kein anderes Genre wird seit seiner massenhaften Verbreitung, welche vor gut 20 Jahren begann, häufiger gestritten als über die im Volksmund bezeichneten Egoshooter. Während vorwiegend konservative Kreise immer wieder meist vergeblich Zusammenhänge zwischen der angeblich verrohten Jugend und Spielen wie Counter Strike oder Wolfenstein 3D zu konstruieren versuchen, dementiert genauso regelmäßig die Wissenschaft solche Konklusionen. Vielmehr zeigen aktuelle Studien, dass es ein deutlich höher ausgeprägtes Sozialverhalten bei den Gamern von Killer-Spielen gibt als bei ihren nicht spielenden Altersgenossen. Das erscheint logisch, sind doch die Klassiker der Szene hochkomplexe virtuelle Welten, die nur durch Teamgeist, Strategiefindung und cleveren Lösungsansätzen zu erobern sind. Man könnte es auch anders ausdrücken: Wer Spielern von Shooter-Spielen eine gesteigerte Affinität zur Gewalt unterstellt, der muss dann aber auch Spielern von Rennspielen, in denen man sich durch rücksichtloses Fahren Vorteile verschaffen kann, den Führerschein wegnehmen.

Als Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts Meilensteine in dieser Spielkategorie das Licht der Monitore erblickten und junge Computerfreaks sich durch NS-Burgen und Monsterkatakomben kämpfte, konnte man nur erahnen, dass heute zwei Dekaden später Egoshooter zum Leben vieler Teenager gehören. Seiten wie http://www.ea.com/de/shooting bieten zudem im Internet auch Online-Varianten der Klassiker an. Auf diesen Seiten kann dann mit anderen Gamern aus der ganzen Welt zusammen gespielt werden. Und nach dem Spiel geht es dann wieder friedlich und entspannt zurück in die Realität.

Bild: S. Hofschlaeger / Pixelio.de

Folge uns auf Facebook, Twitter oder Youtube. So bist du immer auf dem neuesten Stand.

Weitere Themen: Counter-Strike Demo, Valve

Neue Artikel von GIGA GAMES

GIGA Marktplatz