Wrestling-Games haben es hierzulande trotz einer großen Fangemeinde eher schwer. Vielleicht auch deshalb hat sich “EA” überlegt, dass die Kombination von Wrestling und einer weiteren Undergroundszene vielleicht eine größere Gemeinschaft ansprechen würde. Ob “Def Jam Vendetta” nun tatsächlich aus solch einer Überlegung heraus entstanden ist, können wir Euch zwar nicht sagen, aber funktioniert hat es auf jeden Fall. Das lag nicht zuletzt an der sehr guten Spielbarkeit, die von den wrestlingerfahrenen Entwicklern der “Aki Corporation” stammt. Diese haben unter anderen auch das unter Wrestling-Fans sehr beliebte “WWF: No Mercy” erschaffen und sind daher als eine der ersten Adressen der Wrestlingszene anzusehen.
Die Kooperation mit “EA” hat dann dazu noch die komplette Lizenz der “Def Jam Studios” gebracht und so war der Erfolg von “Def Jam Vendetta” quasi vorprogrammiert.
Der zweite Teil überzeugt wieder mit einfacher aber intuitiver Steuerung, die trotz der limitierten Knopfbelegung ein variantenreiches Kämpfen ermöglicht. Im Einzelnen funktioniert das Verkloppen folgendermaßen:
Mit der Dreieckstaste könnt Ihr schlagen mit der Viereckstaste wird getreten. Wer gerne mal den Gegner in den Schwitzkasten nehmen will, drückt auf die X-Taste.
Feiglinge benutzen die R1-Taste um zu blocken, doch Oberchecker kombinieren alle Angriffe mit der L1-Taste und hauen dadurch direkt eine Packung kräftiger zu.
Am meisten Spaß macht aber der Blazing-Modus, der aus dem ersten Teil übernommen wurde und dann erscheint, wenn Ihr genügend coole Moves absolviert habt. Dann bekommt die komplette Szenerie eine Filter drübergelegt und wenn Ihr dann die richtige Tastenkombination eingebt, kriegt der Gegner so richtig die Hucke versohlt.

Neben der schon aus dem ersten Teil bekannt guten Steuerbarkeit hat “Def Jam Fighting for NJ” aber einige positive Neuerungen, die den Fans bestimmt gefallen weden.
Insgesamt rücken die verschiedenen Charaktere weiter in den Vordergrund und vor allem der “Create-your-Wrestler”-Modus ist den Entwicklern richtig gut gelungen. Und da die Zwischensequenzen in Spielgrafik umgesetzt wurden, könnt Ihr in allen Storysquenzen Euren selbst erstellten Charakter bewundern, der mit bekannten Rapgrößen wie Ice-T, Xzibit oder Carmen Electra (ok, die ist kein Rapper, ich wollte sie aber trotzdem erwähnen *g*) in der “Hood” unterwegs ist.
Neben der Story wurden auch die verschiedenen Kampfstile kräftig aufgemotzt. Insgesamt fünf unterschiedliche Stile sind im Spiel vertreten und diese sind für die Kampfstrategie tatsächlich entscheidend. Wenn Ihr Euch beispielsweise für “Submission” als Stil entschieden habt, versucht Ihr den Gegner durch Griffe zur Aufgabe zu bewegen. Dagegen ist der “Streetfighter” eher ein wenig hinterhältig und verkloppt seine Gegner gerne mit gefundenen Gegenständen aus der Umgebung, wie zum Beispiel Flaschen oder Billardstöcken.

“Def Jam Fighting for NY” ist eine durchaus gelungene Fortsetzung, die mit derselben Spielbarkeit des Vorgängers den Storyanteil wesentlich mehr in den Vordergrund rückt und dadurch den Spieler noch mehr in ihren Bann zieht.
Wer nichts mit Wrestling oder Rappern zu tun hat, der wird auch nur schwer Zugang zum Spiel finden. Für alle Hobbygangster und Freizeitwrestler ist das Spiel aber definitiv eine gute Wahl.