Das Terminal leistet gute Dienste für die verschiedensten Aufgaben. Es gibt sogar einen Befehl, um das Chaos auf dem Schreibtisch scheinbar zu beseitigen. Dabei verschwindet nichts im Nirwana, sondern alles bleibt an Ort und Stelle. Das ist hilfreich, wenn man mal eben aufgeräumte Screenshots anfertigen will. Mit dem Befehl chflags lassen sich Dateiattribute setzen. Dazu gehört auch die Option, ob ein Objekt über das GUI sichtbar ist oder nicht. Über dieses Hidden-Flag werden die Dateien und Ordner im Desktop-Ordner lediglich unsichtbar gemacht: chflags hidden ~/Desktop/* Genauso kann man den Befehl mit dem Nohidden-Flag jederzeit wieder rückgängig machen: chflags nohidden ~/Desktop/* Unsichtbar heißt jedoch nicht unauffindbar. Das können Sie ganz leicht durch Verwendung des Spotlight-Befehls mdfind in Verbindung mit versteckten Objekten überprüfen. Unsichtbare Objekte werden weiterhin gefunden. Lediglich im Finder werden unsichtbare Objekte nicht standardmäßig in den Suchergebnissen gelistet. Immerhin bleiben persönliche Dateien so vor allzu neugierigen Schnüfflern verborgen.
Verschlüsseltes Image
Manche Anwender versuchen, Privates in einem Archiv in Sicherheit zu bringen. Jedoch sollte man das ZIP auch verschlüsseln, was im Finder jedoch nicht ohne Weiteres möglich ist. Wir empfehlen ein verschlüsseltes mitwachsendes Image anstelle des unflexiblen FileVault. Hierbei ist eine AES-Verschlüsselung mit bis zu 256 Bit möglich. Um das Mitwachsen zuzulassen, muss der Befehl hdiutil mit der Option SPARSE angewendet werden. Wechseln Sie mit cd ~/Desktop auf den
Schreibtisch. Der folgende Befehl erzeugt ein neues leeres Image: hdiutil create -size 2g -encryption AES-256 -volname Presse2010 -type SPARSE -fs HFS+ Presse. Alle Daten, die Sie dorthin ablegen, werden verschlüsselt. hdiutil ist der
eigentliche Befehl zum Modifizieren und Anlegen von Disk Images. Alle Optionen entnehmen Sie der Hilfe mit man hdiutil. Die Option create dient der Image-Erstellung. Es folgt die maximale Größe in GByte. Als Verschlüsselungsmethode wird nicht AES-128, sondern die bessere mit 256 Bit verwendet. Der nächste Parameter legt den Namen des Volumes fest. Der Typ SPARSE steht für mitwachsend, und fs legt das Dateisystem fest. Ganz zum Schluss kommt der Name, den das Image im Finder haben soll. Nach Ausführung des Befehls mit der Eingabetaste befindet sich das fertige Image auf dem Desktop. Legen Sie das Image rechts ins Dock und stellen Sie mit Klick auf sein Icon in den Dock-Optionen ein, dass Sie das Image Bei der Anmeldung öffnen möchten. Wem das zu kompliziert erscheint, der kann solche Disk Images weiterhin mit dem Festplatten-Dienstprogramm anlegen. me
