Künstliche Intelligenz - Schlau, schlauer, KI

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(Eti) Die künstliche Intelligenz (Artificial Intelligence) wird als ein Teilgebiet der Informatik definiert, das sich mit der Automatisierung intelligenten Verhaltens befasst. Der Begriff "künstliche Intelligenz" ist nicht ganz einfach zu beschreiben, da es keine genaue Definition von Intelligenz gibt. Wo fängt Intelligenz an, und und was wird als intelligent bezeichnet? Wir Zocker treffen fast täglich auf KI, auf Bots die meistens mehr oder weniger sinnlos agieren und uns den letzten Spielspaß rauben. Wir reden von Gaming gegen und mit Computereinheiten.

Künstliche Intelligenz - Schlau, schlauer, KI

Hört man den Begriff künstliche Intelligenz, denkt jeder in der Regel sofort an die Vorstellung vom Menschen als Maschine. Das Ziel der KI ist es, kreativ nachzudenken und Probleme zu lösen. Sie äußert sich in einem eigenen Bewusstsein, selbständigem Handeln, der Fähigkeit zu lernen und gegebenenfalls Gefühle zu zeigen. Das hört sich jedoch noch stark nach Zukunftsmusik an.

Man braucht gar nicht soweit denken. Künstliche Intelligenz treffen wir heute hauptsächlich in Videospielen.
Wer kennt sie nicht? Die Bots, die einen zur Weißglut treiben, weil sie es einfach nicht schaffen von “A” nach “B” zu laufen oder ein Hindernis zu überwinden. Die Folgen sind dann unzählige Neustarts der Mission bis es, durch einen Zufall, dem Bot gelingt, richtig zu agieren. Ein anderes Beispiel bieten Online-Spiele, die sich optional mit Bots spielen lassen. Hier agieren die Bots teilweise völlig unkontrolliert, laufen einem in die Schusslinie oder “blocken” die eigenen Spieler-Aktionen.
Ein weiteres klassisches Beispiel bietet “Command and Conquer” und steht als Beweis dafür, dass sich Spiele in Sachen Grafik ständig weiter entwickeln, während die KI sich seit Jahren auf einem konstant niedrigen Niveau befindet. Die Ernter zum Beispiel laufen auf ihrem Weg Ressourcen aufzudecken und einzusammeln mitten in eine feindliche Basis und werden dort zerlegt. Dies war vor elf Jahren so und ist heute immer noch so. Woran liegt das? Ist es so schwer die Computergegner zu programmieren?

Zugegeben, das waren jetzt die Negativ-Beispiele, was nicht heißen soll, dass die KI gar keine Fortschritte gemacht hat, sondern nur im Vergleich zu der rasanten Entwicklung deutlicher hinterher hinkt und als Schlusslicht der multimedialen Weiterentwicklung gilt.

Grade bei Shootern sieht man bereits schöne Ergebnisse, die das Zocker-Herz höher schlagen lassen,
wie zum Beispiel bei Crysis. Die Gegner gehen gekonnt in Deckung, rufen Verstärkung und umzingeln einen, wenn sie zum Angriff übergehen. Eine gute künstliche Intelligenz definiert sich durch flexibles und überraschendes Handeln, das nicht immer nach demselben Muster abläuft. Stark vereinfacht kann man sagen, dass so eine KI nur funktioniert wenn die Programmierer für alle Einheiten, Gebäude, Charaktere etc. festlegen, wie sie sich in bestimmten Situationen verhalten sollen. Je mehr solche Situationen und Verhaltensweisen definiert werden, desto schlauer ist die künstliche Intelligenz.

Nun fragt man sich, warum das die Entwickler nicht einfach bei der Produktion berücksichtigen, und ein Spiel mit einer passablen KI auf den Markt bringen. Zum einen werden die Spieler immer komplexer und damit auch die Anforderungen an die künstliche Intelligenz, zum anderen Bedarf es einem riesigen Rechen-und Zeitaufwand. Die Programmierung von Computergegner ist ein komplizierter Prozess, der von vielen Faktoren eines Spiels abhängt.

Wie die KI in Zukunft aussehen wird, ist ungewiss. Ob die Spieleentwickler in Zukunft dem schwierigen Thema der künstlichen Intelligenz mehr Aufmerksamkeit schenken werden, bleibt abzuwarten, genau wie die Frage, ob die KI jemals menschliche Spieler ersetzen kann.

Weitere Themen: Crysis Wreckage, Electronic Arts

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