Darksiders 2 – Da kommt Großes auf uns zu

Ein bisschen mulmig ist mir ja, als ich den Umschlag eines Briefes von Publisher THQ öffne, der uns vor ein paar Wochen erreicht hat. „Der Tod erwartet dich in Rom“ steht da auf einer Karte geschrieben. Und während ich noch denke: „Aber ich bin doch noch so jung“ fällt mir wieder ein, dass es jeden Grund gibt sich auf DIESEN Tod durchaus zu freuen. Tod ist nämlich der Bruder von Krieg. Also...zumindest in der Welt von „Darksiders 2“.

Darksiders 2 – Da kommt Großes auf uns zu

Dass wir erklärte „Darksiders“-Fans in der GIGA-Redaktion sind, haben wir ja nun schon in zahlreichen Podcasts, Previews und Videofeatures in die Welt posaunt. Wir wiederholen uns aber gerne noch einmal: „Darksiders“ war „Zelda“, war „God of War“, war „Devil May Cry“, in wunderschön, ungewöhnlich lang und schön schwer. Die Fortsetzung wird dies im Sommer 2012 noch toppen – sofern man THQ Glauben schenken möchte.

Was ihr im Übrigen bedenkenlos tun dürft. Schon nach seinem ersten Besuch in London kam Tobi mit den Worten „Das wird der Hammer!“ zurück, jetzt in Rom wurde auch ich überzeugt. „Darksiders 2“ ist einer dieser wenigen Titel, denen man nach wenigen Minuten ihre Güte ansieht. Was soll auch schiefgehen? Um auf der sicheren Seite zu sein, müsste Entwickler Vigil Games ja ohnehin nur die Formel des Erstlings wiederholen. Was sie nicht tun.

Die grundlegenden Features des zweiten Teils dürftet ihr mittlerweile kennen. Statt Krieg hüpft dieses Mal der Tod höchstselbst durch die von Comiczeichner Joe Madueira wunderschön gestalteten Landschaften, sozusagen als gepimpte Version seines Bruders. Tod ist agiler, bewegt sich deutlich flotter über die zahlreichen Abgründe und Plattformen. Außerdem teilt er besser aus, hat mehr Fähigkeiten und überhaupt – er ist eben der Tod.

Neu ist auch, dass Tod Erfahrungspunkte sammelt und Loot abgreifen kann. Erstere investiert er in einen von drei Skillbäumen, die seine Spielweise verändern. Nicht dramatisch, aber immerhin. Als Slayer haut er dolle zu, als Necromancer zaubert er mehr, beschwört Helfer oder Fledermausschwärme, die starken Schaden anrichten. Schlussendlich offenbart der Wanderer-Talentbaum noch eher hinterhältige Talente.

Das geniale daran ist die Tatsache, dass man Tod verschiedene Rüstungssets anziehen kann, die dann diese Talente unterstützen. Wer keinen Bock mehr auf Zauberei hat, wechselt die Klamottage und damit seinen Spielstil. Vigil will mir das als völlig freie Character Customization verkaufen, was zwar nicht ganz der Wahrheit entspricht, aber zumindest Züge davon trägt. Es dürfte der Spielerfahrung von „Darksiders 2“ auf jeden Fall mehr Spieltiefe und Taktik injizieren.

Was man schon jetzt erkennen kann, ist die gestalterische Güte, mit der schon der Vorgänger brillierte. Auch wenn die Grafikengine kaum mehr jemanden vom Hocker reißen wird, lenken Joe Madueiras einzigartige Entwürfe vollends davon ab. Ob überwucherte Ruinen samt Wasserfall oder düstere Katakomben – der Mann kann alles, in hübsch. Obendrein erklingt schon jetzt ein erstklassiger Soundtrack aus den Boxen.

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Darksiders 2

Weitere Themen: Darksiders 2 Demo

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