Darkspore

Will Wright gilt als Entwicklerlegende, der alles kann. „Sim City“ hat ihn berühmt gemacht, „Die Sims“ zu einem reichen Mann. Egal, was Wright auch anfässt – es wird ein Hit. Nunja, dachte man zumindest. Bis „Spore“ erschien. Mit unglaublichem Medientamtam angekündigt entwickelte sich die als Evolutionsbaukasten angepriesene „Sims“-Fortsetzung zum Superhype. Logisch, dass die Erwartungen da bei Release in nahezu unerreichbaren Sphären liegen – die „Spore“ leider nie erfüllen konnte. Das fertige Spiel entpuppte sich als ideenreiche, aber oberflächliche Minispielsammlung. Strategie, Geschicklichkeit, Action, Socialgaming, Städtemanagement, Erkundung – das alles bot „Spore“, jedoch nichts davon richtig.

Was also mit der eigentlich sehr cleveren Idee und einem extrem mächtigen Editor machen, wenn das Hauptspiel gescheitert ist? Man denkt sich so etwas wie „Darkspore“ aus, sprich: ein völlig anderes Spielprinzip, in diesem Fall ein höchst erfolgreiches, wirft die Ideenvielfalt über Bord, klebt dafür aber den Editor dran. Geboren ist ein 1A-Diablo-Klon, in dem ihr statt eines feschen Kriegers oder der knapp bekleideten Standard-Amazone eine selbstgebastelte Kreatur in den Kampf schickt.

Im Grunde läuft das dann so ab: Ihr hackt und schießt und sammelt und erforscht und rennt und beamt und questet euch durch unzählige Gegnerhorden, Levels und Arenen, steigt Level um Level auf und irgendwann ist es morgens um fünf. Das Diablo-Suchtprinzip also. Mit dem feinen Unterschied, dass ihr hier keine Items aufsammelt, um die Monsterwerte eures Monsterhelden aufzu...äh, monstern, sondern euren Helden auf genetischer Ebene weiterentwickelt. Gefundene DNA und Körperteile werden zu lebenden Biowaffen umgeformt – und los geht das lustige Geballer.

Wie sich das gehört, für ein Spiel dieser Genreeinteilung zieht nicht nur allein, sondern nach Wahl auch im Koop-Modus in die Schlacht. Und wer statt miteinander lieber gegeneinander antritt, wirft seine selbtgebastelten, voll durchevolutionierten Supermonster eben in eine der PVP-Arenen. Die Einzelspielerkampagne soll laut Maxis eine „hochgradig wiederspielbare Story“ bieten – worum es genau geht, ist aber bisher unbekannt.

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