Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten Test – Unter Unglücksraben

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Daedalic tut es schon wieder. Mit „Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten“ liefern sie erneut ein fantastisches Adventure ab, das hierzulande wohl so einige Kritiker überraschen dürfte. Doch anders als die gewohnt erfolgreiche Schiene mit dem Blödel-Humor, ist „Satinavs Ketten“ ungewohnt düster und erwachsen – und funktioniert.

Nachdem die Hamburger von Daedalic Entertainment durch Let's Player-Legende Gronkh enormen Fan-Zuwachs verzeichnen konnten, sind Spiele wie „Harveys Neue Augen“ und vor allem „Deponia“ in aller Munde. Dass es bei den sogenannten deutschen Erben von Lucas Arts allerdings auch noch anders geht, als nur ulkig und zum Wegschmeißen – hehe, Deponia, wegschmeißen, versteht ihr – stellen sie mit ihrem Lizenz-Stück „Das Schwarze Auge“ eindrucksvoll unter Beweis.

Das Rollenspiel „Das Schwarze Auge“ hat seit seiner ersten Digitalisierung eine ganze Menge mitmachen müssen. Von Dungeon-Crawlern über halbgare Rollenspiele bis hin zu Online-Verwurstungen hat es da schon eine ganze Menge gegeben. Deep Silver und Daedalic stehen aber zum Glück stets für richtig gute Adventures. Und so kam es, dass sich die Fanboys innerhalb des Studios an diesen Leckerbissen wagten und das vollbrachten, was Blizzards „Warcraft“ leider versagt geblieben ist: Ein Point & Click-Adventure in einer bereits komplett durchstrukturierten Welt.

Andergast, für die, die mit der Geographie Aventuriens nicht sonderlich vertraut sind, liegt im Nordwesten des Kontinents. Gleich daneben findet sich Nostria. Auch ganz nett und seit jeher ein erbitterter Feind des Nachbarstaats. Mittlerweile weiß eigentlich niemand mehr so recht, woher der Zwist eigentlich rührt, aber was beide Ländereien vereint: Man pocht gerne auf bewährte Traditionen.

Umso erstaunlicher also ist die Ankündigung, dass die nostrische Königin der Stadt Andergast einen Freundschaftsbesuch abstatten will. Da kommen wir ins Spiel. Denn Geron, der Protagonist, den wir liebevoll an die Hand gelegt bekommen, ist nicht gerade ein Kind von Sonnenschein. Was er anfasst, geht zu Bruch und daher wird er von seinen Mitmenschen gemieden. Dummerweise – zumindest für alle Anderen – gewinnt er eine Audienz beim andergast´schem König und erhält ob seiner Profession als Fallensteller die Aufgabe die bestehende Rabenplage einzudämmen.

Die wiederum rührt von der vermeintlichen Rückkehr des blinden Sehers, der vor über 13 Jahren Andergast verflucht und Geron zum Propheten dessen Untergangs geweiht hatte. Fortan platzt ein Knoten nach dem Anderen: In Gerons Nähe sterben die Menschen wie Fliegen und so muss er mit seiner neuen Begleiterin, der Fee Nuri, ans andere Ende von Aventurien fliehen und dabei sowohl für ihren Schutz sorgen, als auch die Schergen des Sehers abhängen. Das Schicksal Aventuriens lastet auf den Schultern eines Unglücksraben.

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