Dawn of Magic - Diablo auf LSD

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(Dennis) Ende April erwartet uns ein äußerst interessantes Hack & Slay aus Russland. "Dawn of Magic" bestach bis dato mit kunterbunten und actiongeladenen Screenshots, welche Lust auf mehr machten. Jetzt ist die Demo zum Download erschienen und wir werfen einen ersten Blick in diesen Geheimtipp, bei dem Ihr als böse Bäckersfrau mit der Bratpfanne auf rosa Goblins einschlagen könnt.

Dawn of Magic - Diablo auf LSD

Hack & Slay lässt sich momentan nicht wirklich als Mangelware bezeichnen. Zwar warten wir sehnlichst auf erste Infos zu “Diablo III”, gleichzeitig haben wir aber mit “Titan Quest”, “Silver Fall” und “Dawn of Magic” genügend Material, um das Warten sinnvoll zu überbrücken.

Überraschender Weise ist “Dawn of Magic” nicht einfach nur ein weiterer Diablo-Clon aus der Retorte. Mit Charakterklassen wie der Bäckersfrau, dem fetten Mönch oder der Zigeunerin besticht das Game von Anfang an. Zwar unterscheiden sich die Fähigkeiten nur Nominal, da der eine Punkt Unterschied bei Intellekt oder Kraft kann schon mit dem nächsten Level korrigiert werden.

Viel mehr formt man seinen Charakter durch entsprechende Vorgehensweise im Spiel. Dazu kommt, dass sich die Spielfigur auch optisch ihrer Gesinnung anpasst und ihr bei übermäßigem Gebrauch der Naturmagie Insekten-Arme wachsen oder der ambitionierte Totenbeschwörer langsam zu einer stinkenden Leiche mutiert.

Am 27. April soll das Spiel hierzulande erscheinen, obwohl schon vor einem Jahr Release in Russland war. Das ist nicht ungewöhnlich, doch hat dies natürlich Auswirkungen auf den grafischen Standard. Solange Ihr aber nicht zu dicht an das Geschehen heran zoomt, sieht das Spektakel klasse aus und zum Spielen ist die entfernte Ansicht sowieso viel übersichtlicher.

Ein duzend verschiedener Magiezweige und die Möglichkeit gut, böse oder neutral zu Spielen lässt Euch viele Freiheiten bei der Bildung Eures Charakters. Die Höhlen und Gelände sind liebevoll programmiert und lassen über die kleinen Schwächen hinwegsehen. Am negativsten ist das stark unübersichtliche Inventar aufgefallen. Ausserdem sind die Questbeschreibungen mangelhaft und lassen Euch manchmal stundenlang umher irren, da die Minimap auch eher misslungen ist.

Trotzdem dürft Ihr bei diesem Spiel in aller Ruhe zugreifen, da die 35 Euro jeden Cent wert sind. Ausserdem bekommt Ihr nicht häufig die Möglichkeit als böse Bäckersfrau mit der Bratpfanne in der Hand auf endlose Monstermassen einzudreschen.

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