de Blob 2 - Test: Endlich wieder Zeit, Farbe zu bekennen

Tobias Heidemann
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Faul, fantasiebegabt und gefärbt mit einer rebellischen Gesinnung – so stellt uns Entwickler Bluetongue den ungewöhnlichen Helden "Blob" vor. Vor drei Jahren brachte das amorphe Schwammwesen gehörig Farbe ins Leben der Wii-Besitzer. In "De Blob 2" nimmt er nun erstmals auch auf der Playstation 3 und der Xbox 360 den Kampf gegen die monochrome Tristesse auf

de Blob 2 - Test: Endlich wieder Zeit, Farbe zu bekennen

Die Idee hinter “de Blob” ist einfach: Als rollende, hüpfende und saugende Schwammkreatur könnt ihr große Mengen Farbe aufnehmen und damit die Spielwelt verändern. Wie schon im Vorgänger wurde die Welt von “de Blob” nämlich von der faschistoiden INKT Corporation in einen monochromen Albtraum verwandelt. Eure Aufgabe ist es nun, den Kampf gegen die schnöde Farblosigkeit aufzunehmen.

Die grundlegende Spielmechanik von “de Blob 2″ ist also gleich geblieben. Sie trifft einen ganz bestimmten Nerv, der sowohl Kindern als auch Erwachsenen spieltriebbefriedigende Glückseligkeit beschert. Der Anblick einer anfangs trostlosen Level-Umgebung kann enorm erhebend sein, wenn man genau weiß, dass man gleich im Auftrag der Farbenlehre so richtig schön die Sau rauslassen darf. Eine kurze Berührung und schon erstrahlt ein einst grauer Häuserblock in greller Farbe.

Die Möglichkeit, eine ganze Stadt auf kreative Weise visuell zu gestalten, gibt “de Blob 2″ zudem eine anarchistische Undergroundnote. Das wissen auch die Entwickler von Bluetongue Entertainment sehr genau und so stellen sie ihren Helden wieder in das Licht eines groovigen Freiheitskämpfers. “Blob” bekommt es im zweiten Teil mit dem gehirnwaschenden Sektenführer Papa Blanc zu tun, der mittels Wahlmanipulation die Kontrolle über Prisma City erlangen möchte. Allerdings ist Blanc nur ein neuer Name für den aus Teil eins bekannten Oberschurken Genossen Schwarz, der nun auf Rache sinnt.

Für Sozial-Pädagogen, Kunstlehrer und Demokraten ist “de Blob 2″ wieder ein wahres Freudensfest – doch steckt hinter all dem kindlichen Charme und der alternativen Attitüde auch ein gutes Spiel? Um das zu ergründen, lohnt es sich “de Blob 2″ als klassisches Jump´n Run zu betrachten. Im Vergleich zum bereits sehr soliden Vorgänger sind einige neue Elemente hinzugekommen, die das Gameplay des Spiels sinnvoll erweitern.

Besonders gut haben uns die neu integrierten 2D-Abschnitte gefallen, die in der Form von kurzweiligen Mini-Stages eine willkommene Abwechslung zu den offenen, dreidimensionalen Arealen bieten. Hier ist nicht nur Geschick und Timing gefragt, sondern auch Köpfchen. Schalter und Gegner wollen mit den richtigen Farbkombinationen bearbeitet, knifflige Sprungpassagen gemeistert und Umgebungsrätsel gelöst werden. Auch die Palette der Power-ups, die Blob aufnehmen kann, wurde etwas erweitert, womit der quirlige Farbbeutel jetzt zum Beispiel länger an Wänden entlanglaufen kann. Die Gegner lassen sich mit der Zielsuchfunktion nun besser anvisieren und auch der Weg zur nächsten Aufgabe und zu neuer Farbe wurde mit einem schicken MiniMap-Kreis um die Spielfigur herum enorm vereinfacht.

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