Dead Island - Vorschau: Das neue Lieblingsspiel der USK

David Hain
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Gierig geifernd greifen angenagte Zombiehände nach ihm, reißen an Kleidung und Gliedmaßen, ritzen tiefe Wunden ins Fleisch. Mit letzter Kraft packt Sam B. nach einem Hammer, holt mit aller Kraft aus und bricht seinem Gegenüber ein großes Stück aus dem Schädel. "Das geht noch anders", freut sich Martin Wein, PR Manager bei Koch Media. Ein Tastendruck später zückt sein Alter Ego Sam eine Machete, schwingt – und erleichtert den nächsten Zombie um die komplette Schädeldecke. Der sackt zu Boden, Blut sprudelt, ein Schadensmodell zeigt das ganze Ausmaß des brutalen Kampfes.

Dead Island - Vorschau: Das neue Lieblingsspiel der USK

Wie sich im Laufe unserer ersten “Dead Island“-Präsentation herausstellen wird, bahnt sich mit dem Tropen-Zombiehorror ein tolles Spiel an. Eines, das der USK trotzdem nicht gefallen wird.

Aller Anfang ist blutrot
Spulen wir kurz zurück: 2006 ist noch alles gut im Hause Techland. Einen Zombieshooter, so das hehre Vorhaben, will man unter die spielende Masse bringen. Einen, der mit tropischen Setting und Urlaubsidylle genau jene Standards konterkariert, die sich über Jahre hinweg etabliert haben. Dann tut sich plötzlich nichts mehr. Ein paar nichtssagende Screenshots hier und da, ja, vom Spiel war aber lange Zeit nichts mehr zu sehen.


Bis vor ein paar Wochen ein Trailer für kollektives Staunen sorgte. Ihr wisst schon – der mit Zombiemädchen, Zeitlupenrücklauf und so. Nun wäre “Dead Island” nicht das erste Spiel, das mit großen Versprechungen locken würde, formschön in brillante Bilder gegossen samt fettem CGI-Schleifchen darum. Was zählt, sind letztlich dann doch die inneren Werte. Aber von denen hat der grausige Survivaltrip genügend zu bieten – in zweierlei Hinsicht.

Dabei wirken die Umstände noch alles andere als apokalyptisch. Weiße Strände, klares Wasser, Strohhütten, Sonnenschirme – das unbenannte Eiland weckt eher sommerliche Gedanken statt blankes Entsetzen. Dank Techlands hauseigener Chrome Engine 5 sieht das zudem fantastisch aus. Wenn hier nicht alle fünf Meter riesige Blutlachen Zweifel am Paradiesfaktor aufkommen ließen, würden wir hier nur allzu gern unser Badehandtuch aufschlagen.

Und doch kann hier jeder Schritt unser letzter sein: “Dead Island” heißt eben nicht umsonst so. Aus irgendeinem Grund, den es im Laufe der Kampagne herauszufinden gilt, schlurfen die ehemaligen Touristen nun stöhnend durch die Hotelanlagen, statt im Pool zu brutzeln. Als einer von vier Helden wider Willen erwachen wir inmitten dieses Chaos, bisher hat Publisher Koch Media nur den Rapper Sam B. angekündigt, der Rest soll folgen.

Sam erwacht in einer kleinen Hütte, umringt von einer sehr überschaubaren Schar Überlebender, benommen vom Biss eines Zombies. Warum Sam trotz Kontakt mit den Infizierten nicht ebenfalls zur rasenden Bestie mutiert? Spannende Frage, deren Auflösung wir auch nur zu gerne wissen würden, die aber ebenso erst noch aufgedeckt werden will. Frisch erwacht, wird Sam auf seinen ersten Auftrag gesandt. Diese erste Quest ist dabei nur eine von Vielen, die noch folgen werden. Denn “Dead Island” ist ein Open-World-Spiel. Nicht nur ein bisschen Open-World, mit kleinen Entscheidungsfreiheiten. Sondern “Red Dead Redemption”-Open. Ohne jegliche künstliche Hürden.

Weitere Themen: USK, Techland

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