Dead Space 2 - Test: Zu gut für Bayern?

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Wenn sich das Bundesland Bayern einschaltet, dann muss der Fall schon brenzlig sein. Per Appellationsverfahren sollte die Auslieferung von "Dead Space 2" gestoppt werden, ein Spiel also, das für die konservative Landesregierung eindeutig zu viel des Guten ist. Wie schon Teil eins, der ebenfalls nur mit Glück die USK-Hürde genommen hat. Ist "Dead Space 2" also wirklich zu krass für Deutschland oder einfach nur ein großartiges Spiel?

Dead Space 2 - Test: Zu gut für Bayern?

Fassen wir noch mal kurz zusammen: In “Dead Space” verschlägt es den Ingenieur Isaac Clarke auf die USG Ishimura. Der mächtige Raumkreuzer hatte Notsignale gesendet, bis dann plötzlich die Funkverbindung völlig abbrach. Isaac ist Teil eines Rettungsteams, der Einsatz pure Routine.

Zumindest solange, bis sich die Schleusen der Ishimura schließen und der blanke Horror losbricht: Abscheuliche Kreaturen, Necromorphs genannte Berge aus totem Fleisch, Blut und Tentakeln, dezimieren die Rettungscrew, von der nur Isaac übrig bleibt. Später findet er heraus: Die Kreaturen sind in Wirklichkeit die mutierte Crew der Ishimura. Verantwortlich ist der Marker, ein außerirdisches Artefakt. Am Ende zerstört Isaac den Marker, sein Schicksal bleibt ungewiss.

Teil zwei erzählt nun – im Grunde noch einmal dasselbe. Isaac erwacht nach drei Jahren aus dem Koma, im Herzen der Raumstation “Titan Station”. Und schon beginnt der Alptraum von vorn – inklusive panischer Crewmitglieder, die sich entweder blutig verwandeln, blutig zerfetzt werden oder bereits blutig verstümmelt den Boden säumen. In jedem Fall ist aber Blut im Spiel. Natürlich gibt es einen neuen Marker, natürlich feiert auch die Unitologen-Sekte ein Revival und auch Isaacs Frau Nicole bekommt ihr Gastspiel. Alles beim Alten also.

“Alles beim Alten”, ein Motto, das für viele Aspekte in “Dead Space 2″ gilt. Visceral Games lässt hier gar nicht erst auf große Experimente ein. Wozu auch? Schließlich hat das Gemenge aus Blut, Knobeleien und Action schon im Vorgänger hervorragend harmoniert. “Dead Space 2″ bleibt ein Survival-Schocker der unerbittlichsten Sorte, der euch an die Grenzen der eigenen Gruseltoleranz führen wird. Nach Release des Vorgängers mehrten sich die Berichte, dass eine Vielzahl der Käufer mitten im Spiel pausierten oder gar ganz aufhörten – der Schockfaktor von “Dead Space” war immens und forderte seinen Tribut.

EA kündigte daraufhin an, Teil zwei zu verharmlosen. “Mehr Action, weniger Grusel” hieß das Credo – für Fans nicht unbedingt ein Grund zur Freude. Geblieben ist davon nicht mehr als hohles Marketing-Säbelgerassel, denn im Grunde hat sich weder der Actionanteil drastisch erhöht, noch müsste man beim Gruselfaktor derbe Einschnitte beklagen. Schreckhafte Naturen dürften wahrscheinlich schon nach den ersten fünf Minuten abschalten, wer es länger durchhält und kein Problem mit derber Erwachsenenunterhaltung hat, erlebt später einige schweißtreibende Passagen, in denen der Plasmacutter deutlich häufiger zum Einsatz kommt.

Weitere Themen: Dead Space 2 Demo, Dead Space, Visceral Games

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