Dead Space 2: Vier Millionen Verkäufe und trotzdem ein Flop

Alexander Gehlsdorf

Nach der Schließung von Visceral Games gewährte ein ehemaliger Entwickler Einblick hinter die Kulissen und erklärt, warum das Studio trotz solider Verkaufszahlen Schwierigkeiten hatte.

Mit diesem Trailer wurde Dead Space seinerzeit beworben:

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Dead Space Trailer
Zach Wilson arbeitete als Level Designer an der Dead Space-Trilogie und hat nun per Twitter verraten, in welchen finanziellen Engpässen die Reihe seinerzeit steckte. So seien allein 60 Millionen Dollar für das Marketing investiert worden — eine Summe, die trotz der hohen Verkaufszahlen nicht kompensiert werden konnte.

Zwar konnte Dead Space 2 vier Millionen Exemplare verkaufen, allerdings blieb ein Großteil dieser Einnahmen bei Microsoft, Sony sowie den Händlern, weshalb das Studio mit dem Spiel unterm Strich keinen Profit machen konnte.

Dead Space 3 war vor allem für seinen gelungenen Koop-Modus bei den Fans beliebt. Auch diese Spiele haben zu zweit am meisten Spaß gemacht:

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Angesichts solcher Zahlen ist es erschreckend, wie viel finanzielles Risiko bei der Entwicklung eines Spiels eingegangen wird, wenn selbst vier Millionen verkaufte Exemplare nicht für die Refinanzierung ausreichen. Dementsprechnd viele Studios verlassen sich daher auf bewährte Erfolgsformeln, statt kreative Risiken einzugehen. Zuletzt bemängelten wir etwa im Test zu Mittelerde: Schatten des Krieges, dass sich der Titel zu sehr auf etablierte Mechnaiken stützt und zu wenig eigene Impulse anbietet.

Weitere Themen: Dead Space, gamescom 2013: Vorverkauf für 2014 hat begonnen, Electronic Arts

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