Deep Black Test - Abgesoffen trotz Taucheranzug: Finger weg von diesem Spiel

Jonas Wekenborg
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Deep Black ist ein Third-Person-Shooter, der Unterwasser- und Land-Action miteinander kombiniert. Bei diversen anderen Magazinen mit überdurchschnittlichen Wertungen versehen, sagen wir euch, warum diese nicht gerechtfertigt sind und was wir auf unserer Tauchfahrt erlebt haben.

Deep Black Test - Abgesoffen trotz Taucheranzug: Finger weg von diesem Spiel

Wir schreiben das Jahr 2047, Kevin Costners Vision von einer überschwemmten Welt ist wahr geworden, doch ist die Gesellschaft anders als in “Waterworld” in “Deep Black” noch halbwegs intakt. Megakonzerne führen einen erbitterten Kampf um die letzten verbliebenen Ressourcen der Erde. In Unterwasserlabors wird zeitgleich an einer außerirdischen Substanz geforscht, während Terroristen versuchen, diese mit Gewalt in ihren Besitz zu bringen.

Zack, hier kommen wir auf den Plan. Im gepanzerten Taucheranzug des Kampftauchers Pierce machen wir Jagd auf Al-Azrad-Terroristen, die in einer dieser Unterwasserbasen Geiseln halten sollen. Dazu steht uns modernstes Equipment zur Verfügung, welches der Elitesoldat wohl einzusetzen weiß. Klingt doch dufte. Leider stellt sich “Deep Black” alles andere als dufte dar.

Wem das Unterwasser-Setting einigermaßen bekannt vorkommt, der wird sich vielleicht noch an das geplante Spiel “U-Wars” erinnern, das ebenfalls unter der Fuchtel der Biart Studios stand. 2010 übernahm der frisch gegründete Publisher Just-a-Game die Lizenz, die die vorangeschrittene Arbeit seit 2007 ein wenig abänderten. Oh ja, die Hintergrundgeschichte ist noch gleich und auch das Setting hat sich nicht verändert, merkwürdigerweise hat man aber bei Just-a-Game das Genre von taktischem Koop-Shooter in einen schlichten Third-Person-Shooter umgewandelt. Als hätten wir davon nicht schon genug derzeit – und dann auch noch von namhafteren Studios, die Qualität verheißen.

Auf Tauchstation
Als Kampftaucher kann sich Pierce unter Wasser bewegen wie ein Fisch – allerdings eher wie ein träger, alter Fisch, der an Land sicherlich schon riechen würde. Müssen wir gegen eine Strömung anschwimmen, hilft das Jetpack auf die Sprünge – das leider recht schnell leer ist. Auch muss man endlich mal keine Angst vorm Ertrinken haben, denn die Sauerstoffflaschen sind randvoll gefüllt – wenigstens etwas.

Ein weiteres Gimmick ist die Harpune, mit der wir entweder menschliche Gegner an uns heranziehen können, um sie dann in einem Quick-Time-Event mit dem Messer auszuschalten oder aber Schalter aktivieren, die uns verschlossene Wege öffnen, Räume fluten oder Treppen herablassen. Auch können wir damit ahnungslose Patrouillen an der Wasseroberfläche ins “dunkle Schwarz” befördern.

Unbemannte Dronen lassen sich hingegen besser mit unseren Feuerwaffen ausschalten. Schaffen wir es nicht rechtzeitig, sie in ihre Einzelteile zu zerlegen, absolvieren wir ein Quick-Time-Event und zerstechen die empfindliche Elektronik einfach mit unserem Messer oder enden als Fischfutter. Merkwürdig ist, dass unsere Schrottflinte auch unter Wasser funktioniert. Hallo? Gibt es Unterwasserschrotflinten? Noch nie von gehört.

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