Destiny 2: Rechtsradikal behaftetes Symbol wird aus dem Spiel genommen

Luis Kümmeler
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In Destiny 2 gibt es einen Handschuh, der eine starke Ähnlichkeit zur „Kekistan“-Flagge aufweist. Bis jetzt. Da diese nämlich nicht nur ein Internet-Meme darstellt, sondern mittlerweile auch von rechtsextremen Menschen als Hasssymbol zur Schau gestellt wird, hat der Entwickler Bungie versprochen, besagte Textur zu entfernen.

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Destiny 2: Official Launch Trailer

Über diesen Zeilen siehst du den Launch-Trailer zu Destiny 2

Seit der vergangenen Woche ist Destiny 2 offiziell erhältlich und erfreut sich zahlentechnisch bereits großen Erfolgen. Nun gibt es jedoch eine kleine Kontroverse: Wie Waypoint berichtet, hat der Entwickler Bungie einen Handschuh ins Spiel eingebaut, der in seiner Gestaltung klar an die „Kekistan“-Flagge erinnert – eine Erfindung, die auf der Webseite 4chan ihren Ursprung fand und inzwischen auch als Hasssymbol von rechtsextremen Menschengruppen zur Schau gestellt wird.

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Wie du siehst, hat Bungie das Symbol nicht eins zu eins übernommen, doch die bestehende Ähnlichkeit ist eindeutig. Und das ist auch der Grund, warum der Entwickler bereits eingelenkt und via Twitter die Entfernung der kontroversen Textur angekündigt hat. „Man hat uns darauf aufmerksam gemacht, dass ein Handschuh in Destiny 2 Gemeinsamkeiten mit einem Hasssymbol teilt. Das ist keine Absicht. Wir werden das entfernen“, schreibt Bungie. „Wir bitten um Entschuldigung. Das spiegelt NICHT unsere Werte wider und wir werden das schnellstens korrigieren. Wir lehnen Hass aller Arten ab.“

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„Kekistan“ ist ein fiktionales Land, das einigen hellen Köpfen auf 4chan entsprungen ist. Mit ihren schwarzen Streifen und der Anordnung weiterer Elemente erinnert die dazugehörige Flagge unverkennbar an die Reichskriegsflagge Nazideutschlands zur Zeit des Zweiten Weltkriegs. Und das ist auch der Grund, warum rechtsextreme Menschen und Anhänger der „White Supremacy“-Bewegung in den USA die „Kekistan“-Flagge mittlerweile vereinzelt stolz auf ihren Aufmärschen zur Schau stellen – etwa zuletzt in der US-Stadt Charlottesville, wo eine Gegendemonstrantin ums Leben kam.

Weitere Themen: Destiny, E3 2017, E3 2013, Activision

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