Destiny 2: Ein Neuanfang mit Folgen

Stephan Otto

Publisher Activision und Entwickler Bungie haben erstmals Gameplay und Story-Inhalte zu Destiny 2 veröffentlicht. Wir waren beim Event in Los Angeles und haben uns den neuen Sci-Fi-Shooter schon mal genauer angeschaut.

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Destiny 2 - Offizieller Gameplay-Trailer

Die Sonne strahlt an diesem Donnerstagmorgen. Es weht ein laues Lüftchen und die Temperatur steigt unaufhörlich. Doch in den Hallen des Hawthorne Municipal Airports in Los Angeles ist davon nicht viel zu spüren. Dafür steigen die Emotionen bei den eingeladenen Twitchern, YouTubern und Journalisten aus aller Welt. Es ist Destiny-Zeit und Publisher Activision weiß, wie sich Mengen begeistern lassen und Spannung aufgebaut wird. Zwei Hallen sind dem Nachfolger des Sci-Fi-Shooters Destiny gewidmet. Doch ähnlich wie die Sonne die Straßen in eine Schwüle drückt, sind auch die Räume von einer leichten Schwere erfüllt. Immerhin haben sich sehr viele Menschen sehr viel von Destiny erhofft und sehr viele wiederum wurden enttäuscht. Da halfen auch die immer besser werdenden DLCs nichts. Der zweite Teil muss nun also gelingen. Damit das funktioniert, haben die Entwickler etwas getan, was zunächst für einigen Unmut bei den Spielern sorgte, letztendlich aber den Titel tatsächlich retten kann. Sie wagten den Neuanfang.

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Destiny 2: Alle exotischen Rüstungen und deren Fundorte

Eine Geschichte über Eifersucht

Mit der Idee, ein Spiel einem kompletten Reboot zu unterziehen, kann ein Entwickler entweder ganz schön auf die Nase fallen oder aus seinem ursprünglichen Werk das machen, was es von Anfang an hätte sein sollen. So oder so ähnlich dürften das auch die Macher von Destiny 2 sehen, jetzt wo das Spiel endlich seinem Schicksal folgt. Und um das Schicksal geht es auch in der Story des Spiels. Denn dem Reisenden und allen voran natürlich den Hütern und der gesamten Bevölkerung droht das Ende. Der Grund dafür sind Lord Ghaul und seine Legion, die bei ihrem Feldzug von einem ganz menschlichen Gefühl getrieben werden: Eifersucht. Denn was gibt es Schlimmeres für ein größenwahnsinniges Alien als festzustellen, dass ein höheres Wesen sein Licht – und damit viel Macht und Wissen – einer so unwürdigen Rasse wie der Menschheit zur Verfügung gestellt hat? Und so macht sich dieser Ghaul auf, dem Reisenden und den Hütern das Licht zu nehmen. Jede Klasse (Hunter, Warlock, Titan) bekommt in Destiny 2 eine Solo-Kampagne, bei der es nun also darum geht, neue Fähigkeiten zu erspielen. Das Leben ist und bleibt eine Prüfung, das ist auch in Destiny 2 nicht anders.

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Diese Dinge wünschen wir uns von Destiny 2

Eine Geschichte über Freundschaft

Dafür ändert sich aber ziemlich viel im Hinblick auf PvP und die Clans. Letztere gab es zwar schon im ersten Teil, doch nun wird ihnen eine komplett neue Rolle zuteil, inklusive eigener Banner und anderer Vorteile – Wie etwa der Möglichkeit, als nicht Clan-Mitglied in einem Guided Game (Gruppen können fehlende Mitglieder ersetzen und Spieler können aus suchenden Gruppen auswählen) trotzdem durch Raids und Strikes zu kommen. Denn mit Destiny 2 soll jeder Spieler alle Inhalte sehen können, selbst wenn er oder sie nicht viel Zeit im Spiel verbringt. Viel größer ist allerdings die Änderung im PvP, denn in Destiny 2 steckt ein komplett neuer Modus. Im  4 vs. 4 Countdown-Match geht es darum, eine Bombe im Bereich der Gegner zu platzieren und diese zu bewachen. Bestimmte Munition erhält nur der Spieler, der sie einsammelt. Das Team, welches als Erstes die sechs Punkte knackt, gewinnt. Teamplay ist hier also das A und O.

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Hier gibt es Infos zu Destiny 2

Und wie spielt es sich nun?

Jede Klasse bekommt eine zusätzliche Fähigkeit, die (auf PS4) auf dem Kreis-Button liegt. In dem Strike, den ich spielen konnte, hat sich die neue Warlock-Fähigkeit schon bezahlt gemacht. In einem Feld, das mich und Teammitglieder permanent heilt, ließ sich ohne viel Bewegung ordentlich fokussierter Schaden austeilen. Die neuen Gebiete werden zusammenhängend sein. Wer also von einer Patrouille zu einer anderen wechseln möchte, kann das ab sofort ohne die Rückkehr in den Orbit tun. Hinzu kommen noch weitere Neuerungen auf der Karte, seien es unentdeckte Gebiete oder Nebenquests. Der Talentbaum wurde komplett überarbeitet und wirkt auf den ersten Blick nicht nur aufgeräumter, sondern auch einfacher und vor allem logischer.

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Und ansonsten?

Die Story soll epischer werden. Ein Kinofilm als Game regelrecht. Das zeigte sich auch schon in der Quest, die ich anspielen durfte. Schöne Cutscenes und eine spannende Story, gepaart mit den teils zynischen Einwürfen des Geistes.
Auch wenn die Zukunft für den Reisenden und seine Hüter nicht gut aussieht, so scheint das für Destiny 2 nicht zu gelten. Ob der Neuanfang wirklich geglückt ist, das siehst Du entweder im Sommer bei der Beta-Phase oder spätestens ab dem 8. September, wenn Destiny 2 für PS4, Xbox und PC erscheint.

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