Deus Ex – Human Revolution Test – Aufgedeckt: Ist der Cyberpunk-Thriller so gut wie der Klassiker?

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Square Enix verheimlicht uns etwas. Schon seit Wochen manipuliert der Spiele-Konzern mit einer globalen Medienkampagne unsere Vorfreude auf Deus Ex – Human Revolution. Doch was geht hinter der sauberen Fassade des Publishers wirklich vor sich. Ist das Sequel zu einem der besten Spiele aller Zeiten wirklich so gut, wie es uns das Unternehmen verkaufen will. Oder will man die unbekannten Nebenwirkungen des Cyber-Thrillers vertuschen? Wir haben Privatermittler Adam Jensen auf die Suche nach Antworten geschickt.

“Du bist umgeben von Lügen.” Diesen Satz hört Adam Jensen, Sicherheitschef des biotechnologischen Weltkonzerns Sarif Industries, leider viel zu spät. Zu diesem Zeitpunkt sitzt der Ex-Bulle nämlich bereits verdammt tief in der Scheiße und weiß selber am besten, dass in der Welt von Deus Ex – Human Revolution nichts ist, wie es scheint.

Wir befinden uns im Jahr 2027 – also ein Vierteljahrhundert vor den Geschehnissen aus Warren Spectors hochgelobtem “Deus Ex”. Kybernetische Implantate und Prothesen sind für jedermann käuflich. Die Menschheit hat die transhumane Büchse der Pandora geöffnet. Wer das nötige Kleingeld hat, pimpt sich seinen Körper mit den sogenannten Augmentierungen. Die schweren Nebeneffekte, die mit einem sehr teuren Medikament behandelt werden müssen, werden von den mächtigen Konzernen und deren Medienapparaten eiskalt totgeschwiegen. Der Markt für Augmentierungen boomt – Kritiker oder gar prohumane Protestler passen natürlich nicht ins Bild der schönen neuen Welt.

Verrat und Verschwörung
Das kanadische Entwicklerstudio Eidos Montreal hat uns mit seinem Erstlingswerk ein wirklich feines Handlungsnetz aus Verrat und Verschwörung geknüpft. “Deus Ex – Human Revolution” orientiert sich dabei an den Klassikern des Cyberpunk. Mit großem Erfolg. Das düstere Hintergrundszenario aus geheimen Konzernkriegen, urbanem Moloch, privaten Sicherheitsarmeen und revolutionärer Hochtechnologie überzeugt von der ersten bis zur letzten Spielminute.


Das gleiche gilt auch für die eigentliche Handlung von “Deus Ex – Human Revolution”. In ihren besten Momenten erinnert die Odyssee des Adam Jensen an die eines gewissen Deckard. Wie der “Blade Runner” fühlt sich auch der Spieler in der augmentierten Haut des Adam Jensen als eine Schachfigur in einem schmutzigen Spiel. Eidos Montreal wirft den armen Adam in ein Haifischbecken und lässt ihn dort nach den Mördern seiner Geliebten suchen. Mit jeder gefundenen Antwort tauchen mindestens zwei neue Fragen auf. Das ist immer spannend, kommt ohne nennenswerte Hänger aus und ist geistreich erzählt. Den Autoren der Geschichte von “Deus Ex – Human Revolution” gebührt höchster Respekt.

Grafisch schwach
Schade nur, dass die tolle Story und die glaubhafte Spielwelt von “Deus Ex – Human Revolution” optisch so schwach verpackt wurden. Wer die ersten Schritte durch das Hauptquartier von Sarif Industries, dem Arbeitsplatz von Sicherheitschef Jensen, hinter sich hat, der wird sich erst einmal die Augen reiben müssen. “Deus Ex – Human Revolution” ist keine Schönheit. Für die Verwendung eines derartig vorsintflutlichen Grafikgerüsts gibt es im Grunde keine gute Entschuldigung. Uns fiel zumindest keine ein.

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Weitere Themen: Deus Ex 3 – Human Revolution Demo, Eidos Interactive


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