Diablo 3 - Blizzard verteidigt Onlinezwang

Jan
11

Mit den Ankündigungen einiger Neuerungen in Diablo 3 hat Blizzard Entertainment sich nicht nur Freunde gemacht. Besonders kritisch sehen viele Spieler den Onlinezwang. Blizzard will sich nicht einfach nur Anti-Piraterie vorwerfen lassen und antwortet.

Diablo 3 - Blizzard verteidigt Onlinezwang

Als Ubisoft für bestimmte Spiele den durchgehenden Onlinezwang eingeführt hat, war klar, dass es hierbei einzig und allein um den Kampf gegen Raubkopierer geht. Dass Diablo 3 nun ebenfalls die Spieler zwingt, immer online zu sein, hat aber laut Rob Bridenbecker, Vice President of Online Technologies, angeblich vor allem andere Gründe.

In Diablo 2 war es noch möglich, offline zu spielen. Dafür wurden Savegames dann natürlich auf dem Rechner abgelegt und konnten so auch verändert werden. Aufgrund dieser einfachen Cheat-Methode legte Blizzard zwei verschiedene Online-Welten an: Im open Battle.net können all die Offline-Charaktere auch online verwendet werden, was für massive Probleme durch übermächtige Charaktere und Inflation sorgt, während das closed Battle.net nur Charaktere zulässt, die online gespeichert wurden und daher nicht so einfach gepusht werden können. Diese Trennung verlangt aber von vielen Spielern, die anfangs allein und offline gespielt haben, dass sie für gemeinsames (und faires) Spielen einen zweiten Charakter im closed Battle.net anlegen und dadurch eben noch mal komplett von vorne anfangen müssen.

“Selbst die Leute, die alleine spielen wollen, wollen irgendwann mit anderen Spielern spielen. Wir wollen diese Variable komplett entfernen,” summiert Bridenbecker das noch mal auf.

Außerdem ermöglicht eine gemeinsame große Welt natürlich auch für das neue Auktionshaus viel bessere Möglichkeiten. So können alle Spieler uneingeschränkt daran teil nehmen. Und Hacks lassen sich durch die Onlinepflicht ebenfalls besser unterbinden. Software-Piraterie will Bridenbecker aber nicht als Hauptgrund nennen. “Piraterie ist immer der Grund, auf den die Leute ihren Finger richten; von wegen “das ist der Grund, weshalb Firmen das tun.” Und wenn man sich nur mal World of Warcraft, StarCraft 2 und auch Diablo 2, Diablo und das erste StarCraft anschaut, dreht sich für uns im Endeffekt schon immer alles um den Mehrspielermodus, daher ist der auch der Hauptgrund für diese Entscheidung.”

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