Diablo: Fan zahlt nach fast 20 Jahren für seine Raubkopie

Sebastian Moitzheim
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Auf der Game Developers Conference in San Francisco sprach Blizzard-Mitgründer David Brevik anlässlich des 20 Jährigen Jubiläums über den Klassiker Diablo. Ein Zuhörer schwelgte dank des Vortrags in Erinnerungen, was ihn zu einer liebenswerten Geste inspirierte.

Diablo: Fan zahlt nach fast 20 Jahren für seine Raubkopie

Einer der am besten aufgenommen Vorträge der Game Developers Conference, die letzte Woche in San Francisco stattfand, war der von Blizzard North-Mitgründer David Brevik über einen Klassiker des Studios, das Original-Diablo. Einen Zuhörer hat dieser Vortrag zu einer rührenden Geste inspiriert.

Shivam Bhatt stellte im an den Vortrag anschließenden Q&A eine Frage über Battle.net. Während Brevik antwortete kam ihm die Idee: Er schaute nach, wieviel Geld er bei sich trug, und überreichte Brevik dann $40, ungefähr die Summe, die Diablo bei seinem Erscheinen 1996 gekostet hätte. Denn Bhatt hatte das Spiel 1997 von einem Freund raubkopiert. „Ich war 16 Jahre alt und mein Freund hatte sein erstes CD-Rom-Laufwerk (1x) bekommen. Es hat 4 Stunden gedauert, ein Spiel oder eine Musik-CD zu kopieren, und die Rohlinge selbst waren höllisch teuer. Aber wir freuten uns einfach sehr darauf, auszuprobieren.“, erklärt Bhatt Kotaku.

Bhatt schwelgt weiter in Erinnerungen, mit denen sich wohl viele von uns identifizieren können: „Meine Freunde und ich haben damals unsere Rechner und Monitore zu den anderen für LAN-Parties geschleppt, und nicht immer hatten alle die Spiele, die jeder spielen wollte.“ – das und die Tatsache, dass seine Mutter ihm damals niemals ein Spiel wie Diablo gekauft hätte, seien die Gründe gewesen, warum Bhatt und seine Freunde gelernt haben, wie man Raubkopien anfertigt. „Diablo war Teil dieses Trends, denn dank Battle.net mussten wir unsere Rechner nicht hin und her schleppen. Wir waren alle riesige Fantasy- und Warcraft 2-Fans, also war der Gedanke an ein neues Blizzard-Game, das so ähnlich wie Dungeons & Dragons war, unglaublich.“, so Bhatt weiter.

Leider hat Bhatts Geschichte einen traurigen Twist: Sein Freund, der ihm damals die Diablo-CD geliehen hat, ist mittlerweile an Krebs gestorben. Auch das habe zu Bhatts Entscheidung beigetragen, seine Schulden zu begleichen: „Diablo war unsere Lieblingsbeschäftigung zusammen. Ich dachte, dem Erfinder unserer gemeinsamen Leidenschaft zu danken, wäre die beste Art, wie ich meinen Freund in Ehren halten könnte.“

Weitere Themen: Diablo 4, Diablo III: Reaper of Souls, WarCraft 3: Reign of Chaos , Blizzard

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