Die Sims 3: Für göttergleiche Schöpfer und innovative Architekten

Tizian Nemeth

Zusammen mit den Sims kann der Spieler in eine virtuelle Welt eintauchen, in der es gilt, Freundschaften zu knüpfen, Häuser zu bauen und auszustatten, mit einem passenden Job das nötige Kleingeld dafür nach Hause zu bringen und eine Familie zu gründen.

Bevor er aber mit seinem Sim in eine neue Stadt zieht oder auf Reisen geht, muss der Spieler ihn zunächst erschaffen. Mit dem Sim-Generator wählt man zunächst das Geschlecht, das Alter und die körperlichen Dimensionen. Je nach Alter wird sich der Sims über seinen dicken Bauch lustig machen oder sich daran erschrecken, bereits im Generator reagiert das alter Ego auf Veränderungen. Ist der Spieler mit dem Aussehen zufrieden, sucht man die passende Kleidung für den Alltag, den Abend und spezielle Anlässe aus. Die Kleidung kann man nach dem eigenen Geschmack gestalten, abspeichern und mit anderen Spielern tauschen.

Nach dem Aussehen wählt man die Charaktereigenschaften: Sowohl positive als auch und negative stehen zur Wahl. Dabei sollte man beachten, dass die gewählten Charaktereigenschaften auch das künftige Lebensziel des Sims bestimmen: Ist er beispielsweise intelligent, ehrgeizig und ein Computer-Freak, dann möchte er womöglich Astronaut werden oder aber seine Talente für kriminelle Zwecke einsetzen. Vielleicht will er mit den passenden Eigenschaften auch Koch, Politiker oder Leistungssportler werden – die Wahl trifft der Spieler.

Anders als bei den Vorgängern können die sich Sims in den Sims 3 nun durch eine frei begehbare, interaktive Welt zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Auto bewegen. Sofern man sie sich selbst überlässt, kümmern sie sich auch automatisch um die Befriedigung ihrer Bedürfnisse. Auch die sozialen Kontakte sind in diesem Spiel wichtig: Konnte man in den Vorgängern nur eingeschränkt mit der Außenwelt in Kontakt treten, so ist dies in Sims 3 der Hauptbestandteil des Spiels. Ohne Bekannte, Freunde und Nachbarn geht nichts mehr, für bestimmte Lebensziele ist dies sogar ausschlaggebend.

Neben Hunger, Hygiene und weiteren bereits aus den Vorgängern bekannten Grundbedürfnisse beeinflussen jetzt auch der Charakter und die Lebensumstände die Gemütsverfassung der Sims. Wenn man einen Sportler nicht trainieren lässt und der Workaholic die Arbeit schwänzt, so bekommt nicht nur die Karriere einen Knick, der Sims wird auch übellaunig und unzufrieden.

Für die richtige Berufswahl stehen dem Spieler unzählige Karrieremöglichkeiten zur Wahl – allerdings beeinflusst durch die gewählten Charaktereigenschaften. Um die Meisterschaft in einem Beruf oder gar einen gänzlich neuen zu erlernen kann der Sim an Weiterbildungskursen teilnehemn, Bücher lesen und sich mit anderen Sims austauschen. Schließlich ist der Beuf wichtig, um Geld für den Bau und die Verschönerung des eigenen Hauses verdienen zu können. Zwar steht dem Spieler zum Start ein Budget zur Verfügung, dieses reicht aber nur für einige wenige Objekte zur Auswahl. Im Schweiße des Angesichts kann man aber aus jedem Schuppen ein Palais machen.

Um die Sims 3 spielen zu können, benötigt man mindestens einen Mac mit Intel Core-Duo-Prozessor, Mac OS X 10.5, zwei Gigabyte Arbeitsspeicher, eine ATI X1600- oder NVIDIA 7300GT-Grafikkarte mit 128 Megabyte Video-RAM. Aber auch Intels integrierten Chipsatz GMA X3100 unterstützt das Spiel.

Vorteile:
- die Sims agieren auch ohne Zutun des Spielers
- zahlreiche Erweiterungen

Nachteile:
- musikalische Untermalung wird schnell langweilig

Fazit:

Die dritte Generation der Sims basiert auf einer neu entwickelten Grafik-Engine, die mehr Polygone für mehr Natürlichkeit liefert. Schärfere Konturen und höhere Texturauflösungen sorgen ebenfalls für mehr Details. Die Spielumgebung bietet eine detaillreiche Welt, durch die man sich frei bewegen kann. Die Ansicht kann man frei schwenken und hinein- beziehungsweise herauszoomen sowie zwischen Karten- und Personenmodus wechseln. Der Blick in die Ferne bleibt ebenfalls nicht leer, sondern zeigt einen Horizont mit Objekten, die in der Ferne leicht verschwimmen. Darüber hinaus ein dynamischer Tag- und Nacht-Wechsel für Abwechslung.

Die vom Spieler gesteuerten Sims interagieren mit den vom Mac gesteuerten – auch, wenn man ihnen keine direkten Befehle gibt. Sie handeln stets nach ihren Bedürfnissen, das unterscheidet Sims 3.0 von den Vorgänger-Versionen.

Auch wenn das Spiel auf Macs mit integriertem X3100-Grafikchip läuft, muss man auf solchen Rechnern einige Abstriche in der Grafik sowie gelegentliche Ruckler in Kauf nehmen. Bei Rechner mit eigener Grafikkarte lässt die Darstellung hingegen nichts zu wünschen übrig. Ein kleiner Wehrmutstropfen ist die musikalische Untermahlung, diese wird nach den ersten Stunden etwas eintönig.
Für 50 Euro erhält man insgesamt aber dennoch ein Spiel, dass für eine lange Zeit ausreichend Spielspaß bietet.
Systemvoraussetzungen

Übersicht Sims 3:
Hersteller: Electronic Arts
Preis: 37 Euro

macnews.de-Wertung: 5 von 5 Sternen

Weitere Themen: Electronic Arts

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