Preisindex: Deutsche iPhone-Apps teurer als Android-Anwendungen

Sebastian Trepesch
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Ein Preisindex für Apps deutscher Entwickler fand heraus: Kostenpflichtige Android-Apps kosteten Anfang Dezember durchschnittlich 1,86 Euro weniger als iPhone-Anwendungen: 3,87 Euro zahlten die Besitzer von Apples Mobiltelefon, iPad-Apps kamen auf 7,90 Euro. Der Durchschnittspreis bei Googles Betriebssystem Android lag bei 2,14 Euro.

In dem Preisindex für Apps, der vom Onlineshop telefon.de herausgegeben wurde, waren zum Stichtag 1. Dezember 1.925 Titel von deutschen Entwicklern gelistet. Der Wohn- oder Firmensitz war ausschlaggebend für dieses Kriterium.

Der Durchschnittspreis für alle drei Kategorien lag bei 4,80 Euro. Anwendungen für weitere Betriebssysteme wie Windows 7 wurden nicht mit aufgenommen.

Die Herausgeber finden den Durchschnittspreis der kostenpflichtigen deutschen Apps “überraschend hoch”.

Allerdings muss ein höherer Preis nicht bedeuten, dass die deutschen Anwendungen überteuert sind. Es kann genauso als Zeichen verstanden werden, dass deutsche Entwickler eher im Premium-Segment arbeiten, als nur niedrigpreisige Produkte herzustellen.

Ähnliches gilt für den Kostenvergleich zwischen den Systemen Android und Apples iOS: Die Studie besagt nicht, dass die gleichen Anwendungen unterschiedlich viel kosten. Das kann im Prinzip der Fall sein, ist aber nicht generell so. Sims 3 kostet zum Beispiel aktuell 2,39 Euro* im iTunes-Store, für Android allerdings nur 0,99 US-Dollar, also rund 0,75 Euro. Tapatalk* kostet für beide Systeme gleich viel. Zudem können Anwendungen auf verschiedenen Plattformen einen unterschiedlich großen Funktionsumfang aufweisen.

Weitere Themen: Apps, iPhone, Android, Electronic Arts

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