Dirt 3 Test - Mit Vollgas auf die Ideallinie

David Hain
9

Nach dem Erfolg von "Dirt 2" waren die Erwartungen groß. Der Entwickler Codemasters verspricht die beinahe doppelte Menge an Autos und viele neue Strecken. Und – viel wichtiger – endlich soll "Dirt" wieder mehr Ralley beinhalten. Vollmundige Versprechung oder Fakt? Wir haben es getestet und kamen zu diesen Ergebnissen.

Dirt 3 Test - Mit Vollgas auf die Ideallinie

Womit fängt man bei einem Spiel wie “Dirt” am besten an zu schwärmen? Logisch – dem Offensichtlichen. Die erstklassige Grafik. Codemasters steht für bildhübsche Rennspiele, schickes Streckendesign, unzählige Details – und “Dirt 3″ macht da keine Ausnahme. Nehmen wir die älteren Strecken, auf denen Rohre und Bretter neben der Fahrbahn liegen, die Tribüne besteht aus einer kleinen Absperrung und mitten im Rennen brettert man auch schon mal durch alte kaputte Häuser.


Besonders schön gestaltet ist das Wetter. So scheint zum Beispiel am Anfang des Rennens gerne mal die Sonne, während gegen Ende des Rennens schon mal starker Regen die Sicht einschränkt und die Strecke rutschig wird. Außerdem sind die kleinen Details sehr schön. So fährt man in Kenia bei sengender Hitze an kleinen Hütten vorbei, mit Dorfbewohnern davor. Neu ist, dass wir jetzt auch bei dichtem Schneefall und bei Nacht fahren können.

Damit abseits des Scheins auch das Sein zur Genüge gefördert wird, braucht ein anständiger Racer ein gutes Fahrgefühl, das Codemasters in “Dirt 3″ mal eben zur Paradedisziplin erhebt. Die Steuerung der zahlreichen Boliden passt sich intelligent dem Fahrvermögen des Spielers an, verlangt euch bei steigendem Schwierigkeitsgrad also entsprechend mehr Können ab. So wird im Anfängermodus euer Auto sogar automatisch gebremst bevor ihr in Kurven biegt. Auch die Idialroute, die durch Linien angezeigt wird, verschwindet auf höheren Schwierigkeitsgraden.


Wer als “Profi” ins Rennen startet, muss schon sehr genau auf sein Heck achten – der kleinste Schwenker kann da ins Abseits befördern. Das Fahrgefühl ist dabei stets ausgesprochen real. Ihr rutscht also leicht weg, wenn ihr über Eis fahrt oder werdet – der Fliehkraft sei Dank – nach zu schnellem Zug aus der Kurve gedrückt. Für diesen Fall gibt es zum Glück das gute alte Rückspulprinzip von Codemasters. Das heißt: Rein in die Wiederholung, zurückspulen und wieder ins Rennen schummeln. Hat schließlich im Vorgänger auch schon geklappt.

Teil drei besinnt sich übrigens nach einer kleinen Pause in “” endlich wieder seiner Anfänge und ist nun endlich wieder purer Rallye-Spaß. Auf zahlreichen Strecken driften wir durch Dreck und Schlamm, brettern durch staubtrockene Wüstentracks oder – ganz neu – auch Schneepisten. Dummerweise stehen dem aber auch Strecken wie Monaco gegenüber, die sich dann wieder irgendwie so gar nicht ins Rallye-Gesamtbild einfügen. Eine Rallye-Karriere, wie in frühen Colin McRae-Teilen gibt es ebenso wenig.

Weitere Themen: Dirt 3 Demo, Codemasters

Neue Artikel von GIGA GAMES

GIGA Marktplatz