Dishonored 2: Mein erster Eindruck vom düsteren Stealth-Ausflug

Martin Eiser
1

Es ist noch nicht vorbei mit den Intrigen. In Dishonored 2: Das Vermächtnis der Maske will Corvo Attano, kaiserlicher Schutzherr und Vater, seine Tochter wieder auf den Thron bringen. Alternativ kannst Du das Problem aber auch in der Rolle von Emily selbst lösen. Die Stärken und Schwächen von Dishonored 2 erfährst Du jetzt bei uns.

745
Dishonored 2: Das Vermächtnis der Maske - Gameplay - Die ersten 30 Minuten

Nachdem in Dishonored: Die Maske des Zorns bereits ein Putschversuch vereitelt wurde und Emily als rechtmäßige Thronfolgerin nachrückte, kehrte trotzdem keine Ruhe auf den Inseln ein. Diesmal ist es eine angeblich verschollene Tochter der alten Kaiserin, die überraschend auftaucht und die Macht an sich reißt. Gleich zu Beginn musst Du Dich entscheiden, ob Du in der Rolle von Corvo oder Emily nach Karnaca auf der Insel Serkonos reist, um dort dem Ursprung des Übels auf den Grund zu gehen.

Der Actiontitel bietet viele unterschiedliche Lösungswege und Spielmöglichkeiten. Um einen umfassenden Eindruck von einem solchen Spiel zu bekommen und keinen halbgaren Test abzuliefern, müssen wir viel Zeit investieren. Deswegen findest Du unseren finalen Test zu Dishonored 2 inklusive Wertung in der folgenden Woche auf GIGA. Damit Du pünktlich zum Release aber trotzdem weißt, was Dich erwartet, gibt es von mir einen Ersteindruck mit den Stärken und Schwächen.

Gewinne die Sammler-Edition von Dishonored 2

Diese Dinge sind mir beim Anzocken (bisher etwa vier Stunden) positiv und negativ aufgefallen:

Die verstörendsten Dystopien in Videospielen

Das hier macht Dishonored 2 ganz gut:

  • Zunächst einmal glänzt auch der Nachfolger von Dishonored wieder mit seinem eigenwilligen Stil, der sich in der gesamten Spielwelt zeigt. Nach dem eher grauen Dunwall reist Du diesmal ins sonnige Karnaca. Wirkliche Urlaubsstimmung wird allerdings nicht aufkommen, denn einen düsteren Charme umgibt auch diese Küstenstadt. Auch wenn mich Dishonored 2 technisch nicht vom Hocker haut, mag ich die Präsentation sehr gern. Und es gibt auch wieder viele kleine Details, an denen Du Dich erfreuen kannst und die es so wahrscheinlich nur in Dishonored gibt.
  • Die Lösungswege sind vielfältig und verschlungen, wie Du es vom Erstling kennst. Jedes Level hat zwar einen Anfang und einen Endpunkt, aber dazwischen wird Dir viel Freiheit gegeben. Überall kann Dich ein weiteres Geheimnis erwarten. Manchmal erfährst Du auch nur an solch versteckten Orten mehr über den Hintergrund des Spiels, was Dich als Suchenden angenehm belohnt. Außerdem scheinen die Schauplätze diesmal noch etwas größer und offener zu sein.
  • Das Team von Arkane hat sich sichtlich bemüht, auch den Genre-Freunden eine anspruchsvolle Erfahrung zu bieten. Der Schwierigkeitsgrad scheint zwar mit dem Vorgänger vergleichbar zu sein, aber es gibt ein paar Verbesserungen im Detail. Für die Künstliche Intelligenz bist Du nun schon aus großer Distanz sichtbar. Außerdem werden Gegner durchaus clever die Umgebung absuchen, sollten sie Dich entdeckt haben. Dazu kommt die Möglichkeit, das Spiel auch ganz ohne Fähigkeiten zu spielen. Im Verlauf der Handlung kannst Du dazu eine Entscheidung treffen und somit das Niveau noch einmal anheben. Die Entscheidungen scheinen noch dazu etwas cleverer integriert zu sein. Es gibt immer auch einen alternativen Weg, um das Attentatziel zu erreichen. Aber das ist ein Punkt, der wirklich erst am Spielende sichtbar wird.

Es gibt aber auch negative Punkte:

  • Eine Sache, die mich schon kurz nach Beginn genervt hat, ist die deutsche Synchronisation. Die Stimme von Corvo hat Manfred Lehmann übernommen, der unter anderem auch Bruce Willis im Deutschen seine Stimme leiht. Er leistet zwar gute Arbeit, manche Passagen wirken trotzdem eher unpassend. Dasha Lehmann, u. a. die deutsche Stimme von Keira Knightley, ist die Tochter von Lehmann. Sie übernimmt die Sprecherrolle von Corvos Tochter. Leider passt die Vertonung nicht immer.
  • Meine Hauptkritik am letzten Teil war einerseits die fehlende Persönlichkeit von Corvo als Hauptcharakter, andererseits das Ende des Spiels, das meine Vermutung nur bestätigte, dass ich die ganze Zeit nur an der Nase herumgeführt werde. Persönlichkeit haben die Hauptfiguren diesmal, aber das mulmige Gefühl ist wieder da, dass ich zwar viel Freiheit habe, wie ich ein Level löse, aber ansonsten nicht viel zu sagen habe. Ich hoffe, dass sich dieser Verdacht als falsch herausstellt.
  • Der folgende Punkt ist nicht wirklich negativ und trotzdem hat er mich ein bisschen geärgert. Ich finde es nämlich schade, dass ich nicht mit beiden Charakteren im Wechsel spielen kann, sondern mich anfangs zwischen Corvo oder Emily entscheiden muss. Aber auf der anderen Seite regt das dazu an, Dishonored 2 ein zweites Mal durchzuspielen.

Dishonored 2 ist für PC, PS4 und Xbox One erhältlich. Mein vollständiger Test mit mehr Eindrücken zu Dishonored 2 wird im Laufe der kommenden Woche veröffentlicht und hier verlinkt.

Mehr zu Dishonored 2 auf GIGA:

Schau Dir den Launchtrailer von Dishonored 2 an:

876
Dishonored 2: Das Vermächtnis der Maske – Launchtrailer (Deutsch)

Quiz wird geladen
Wie gut kennst Du Dishonored? (Quiz)
Wessen wird Hauptcharakter Corvo beschuldigt?
Hat dir "Dishonored 2: Mein erster Eindruck vom düsteren Stealth-Ausflug" von Martin Eiser gefallen? Schreib es uns in die Kommentare oder teile den Artikel. Wir freuen uns auf deine Meinung - und natürlich darfst du uns gerne auf Facebook, Twitter oder Google+ folgen.

Weitere Themen: Dishonored, Bethesda Softworks

Neue Artikel von GIGA GAMES