Warum du als Call-of-Duty-Fan ab heute die Doom-Beta spielen solltest

Sebastian Tyzak
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Ab heute öffnet sich der Höllenschlund: Die offene Multiplayer-Beta zu Doom startet. Zwar klafft zwischen dem id-Shooter und Call of Duty eine große Lücke, trotzdem solltet ihr als CoD-Zocker unbedingt hineinschauen. Wir verraten warum.

Warum du als Call-of-Duty-Fan ab heute die Doom-Beta spielen solltest

Einst war

Doom
Doom könnte auch das überzeichnete Cover einer Metalband sein. Und das ist gut so.

die große Nummer in Sachen Shooter. Damals war Entwickler id Software nicht nur in blumigen Erinnerungen ein echtes Kultstudio, sondern lieferte regelmäßig astreine Spielspaßschleudern ab. Heute sieht das anders aus: In Sachen Shooter dominieren vor allen Dingen Call of Duty und Battlefield den Massengeschmack – von Höllendämonen und Kettensägen-Gehäcksel ist dabei lang und breit nichts mehr zu sehen. Bethesda und id Software wollen diese Wahrnehmung jetzt ändern. Ich erkläre euch, warum es ihnen gelingen könnte und weshalb CoD-Zocker großen Spaß in der Hölle haben werden.

1. Krieg ist die Hölle / Die Hölle ist Krieg

Trotz aller offensichtlicher Unterschiede:

Doom
Doom könnte auch das überzeichnete Cover einer Metalband sein. Und das ist gut so.

und Call of Duty haben durchaus einige Gemeinsamkeiten. Ähnlich atemlos, wie wir in Black Ops 3 oder Advanced Warfare von Feuerwechsel zu Feuerwechsel hasten, tun wir das auch hier. Die Hölle ist halt kein Ort für Ruhepausen. Wer nicht mit dem Strom aus tollwütigen Space Marines und blutdurstigen Dämonenbestien schwimmt, wird in der Regel auf den kleinen Maps zerstampft.

6.018
DOOM - Closed-Beta-Vorschau

Aber dem noch nicht genug, übernimmt der absichtlich etwas auf Old-School-Chic ausgelegte Shooter auch neumodische Gepflogenheiten: Eure Ausrüstung könnt ihr beispielsweise individuell oder durch die Auswahl von Klassen selbst wählen. Und auch ein Levelsystem, das euch zwischen den Höllenschlachten mit Erfahrungspunkten und allerhand freischaltbarem Kram lockt, findet ihr in

Doom
Doom könnte auch das überzeichnete Cover einer Metalband sein. Und das ist gut so.

wieder.

Für mich aber der wichtigste Punkt ist die Freude an zackigen, smoothen Bewegungen. Der Doom-Space-Marine verfügt genauso wie die jüngsten CoD-Soldaten dank eines Jetpacks über zusätzlichen Bewegungsspielraum. Es darf kurzzeitig geschwebt, unmenschlich hoch gesprungen und zusätzlich auch geboostet werden. Die Bewegungen sind intuitiv, flott und machen einen Höllenspaß. Die Steuerung steht dabei der Action zu keiner Zeit im Wege und motiviert zu waghalsigeren Aktionen, als sie ein armer kleiner Militär-Bubi mit Grundausbildung jemals zu Fuß bewältigen könnte. Kommt euch alles bekannt vor? EBEN!

2. Multiplayer with a Twist

Auch in Sachen Spielmodi scheint CoD-Zockern die Hölle heimisch: Viele der Spielvarianten lehnen sich deutlich an bekannte Klassiker an, bringen aber meist eine spannende, neue Komponente ein. Bei „Seelenernte“ handelt es sich zum Beispiel um eine Variante von „Abschuss bestätigt“ – statt nach Abschuss eines Gegners ein Dog Tag einsammeln zu müssen, stibitzt ihr hier den Erlegten Seelen. Außerdem erscheint ab und an nach Kill zusätzlich eine Rune, die euch in ein übermächtiges Dämonen-Monstrum verwandelt, in dessen Form ihr mordsmäßig Stunk machen könnt.

Ein weiteres Beispiel ist der Modus „Vorherrschaft“ – wie der Name schon verrät, eine Doom-Variante von „Herrschaft“. Auch hier gilt es, bestimmte Punkte auf der Karte einzunehmen und zu halten, während zusätzlich Dämonenrunen die Verteidiger aus ihren Löchern locken.

Aber abgesehen von der Komfortzone, bedient

Doom
Doom könnte auch das überzeichnete Cover einer Metalband sein. Und das ist gut so.

dann doch auch etwas extravagantere Geschmäcker. Das Konzept von „Freeze Tag“ hat es mir beispielsweise angetan, das sich wie Fangen anhört, dem ganzen aber protzige Schießprügel beimischt. Per Schuss verwandelt ihr Gegner in Eisblöcke. Ziel ist es, alle Mitglieder des gegnerischen Teams „on the Rocks“ zu servieren. Alle Getroffenen schliddern während des weiterlaufenden Matchs als Eisklumpen über die Map – Verbündete können sie in nächster Nähe auftauen, Gegner wiederum können sie durch Beschuss und Schubser von Kameraden fernhalten. Ein charmant alberner Modus, der eine Mordsgaudi sein dürfte, und alle CoD-Spieler zum Experimentieren aufruft, nachdem sie ein wenig Warm-up in den klassischeren Modi hinter sich haben.

An diesen zehn Spielen haben wir uns die Zähne ausgebissen

3. Höllisches Spielzeug

Auch die Call-of-Duty-Serie wandert in den letzten Teilen immer mehr vom klassischen Waffenarsenal (bestehend aus zig verschiedenen Variationen der AK47) ab und zeigt sich kreativer. Der Serie tat es sichtlich gut, in diesem Punkt mehr zu experimentieren.

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Doom könnte auch das überzeichnete Cover einer Metalband sein. Und das ist gut so.

ist hingegen die Mutter des ausgefallenen Waffenarsenals. Dafür allein stehen schon drei Buchstaben ein: BFG! Die Big Fucking Gun ist eine der ikonischsten Lichtausknipser der Videospielwelt – die starke, unwahr-fucking-scheinlich fette Wumme ist Kult.

Bildergalerie Doom (2016)

Und auch in der neuen Ausführung punktet

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Doom könnte auch das überzeichnete Cover einer Metalband sein. Und das ist gut so.

wieder mit interessantem Spielzeug, mit dem ihr die Höllenscharen fachgerecht in Kleinteile zerlegt wieder in den Limbus zurückschickt. Allen voran die Kettensäge, die mit ihrer Brutalität ein blutüberströmtes Kontrastprogramm zum glattgebügelten Militär-Shooter bietet. Dabei bleiben die Waffen aber zumeist so bodenständig, dass CoD-Maniacs keine Berührungsängste haben brauchen. Einen Raketenwerfer, dessen Projektile ihr auf Knopfdruck zünden könnt – schnell verstanden und trotzdem ein großer Spaß. Ja,

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Doom könnte auch das überzeichnete Cover einer Metalband sein. Und das ist gut so.

zeigt sich in puncto Schießprügel noch ein wenig kreativer, ohne aber Fans klassischer Shooter zu vergraulen.

Wir berichten im Video aus der Closed Beta von Doom

4. Call of Duty trifft Sci-fi-Heavy-Metal-Fantasie

Seit der Abwanderung vom ersten und zweiten Weltkrieg als Setting, befindet sich die Call-of-Duty-Serie auf der stetigen Suche nach einer verheißungsvollen Kulisse für ihre Knall-Bumm-Peng-Dauerschleife. Bei den zurückliegenden Teilen ließen die Entwickler deshalb ein wenig die Fantasie spielen, kehrten von realem Zeitgeschehen ab und bauten stattdessen fiktive Zukunftswelten, die wir nach Spielstart effektvoll zerdeppern und zerstören durften. Doch im direkten Vergleich zeigt sich

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Doom könnte auch das überzeichnete Cover einer Metalband sein. Und das ist gut so.

dabei heute noch einen ganzen Tick überdrehter und andersartiger.

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Doom könnte auch das überzeichnete Cover einer Metalband sein. Und das ist gut so.

könnte auch das überzeichnete Cover einer Metalband sein. Und das ist gut so.

Anstatt entfernt an echtes Kriegsgeschehen zu erinnern, verpasst ihr hier Teufeln und Dämonen Kinnhaken und Kettensägenhiebe. Das komplette Szenario ergießt sich in einer fantasievollen „Hölle-trifft-auf-Sci-fi-Raumschiff“-Kulisse, die so direkt einem überzeichneten Cover einer Metalband entsprungen sein könnte. Und gerade das ist geil.

Doom
Doom könnte auch das überzeichnete Cover einer Metalband sein. Und das ist gut so.

ist dumm, macht daraus keinen Hehl, und hat Spaß dabei. Es rockt, es grunzt und haut mächtig auf den Putz – und ich bin mir sicher, dass das Attribute sind, mit denen sich Call-of-Duty-Spieler schnell anfreunden können.

In diesem Sinne: Wochenend-Trip in die Hölle buchen, BFG9000 durchladen und Dämonenärsche treten – glaubt mir, macht Laune!

Die offene Beta von

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Doom könnte auch das überzeichnete Cover einer Metalband sein. Und das ist gut so.

startet am 15. April 2016 auf PS4, PC und Xbox One.

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