Oculus Rift VR-Headset – Was soll ich damit?

Oculus Rift VR-Headset – Was soll ich damit?

Das Oculus Rift hat auf der Crowd-Funding Website Kickstarter einen beachtlichen Hype entfacht. Scheinbar ist jeder von dem Teil begeistert, ist es doch das erste, (laut Entwicklern) richtig gute Virtual Reality-Headset. Programmier-Genie John Carmack stellte einen Prototypen der Technologie mit Hilfe von Doom 3 auf der E3 vor und die Presse war begeistert: Das Rift wird entwickelt, erscheint wahrscheinlich im nächsten Jahr und bekommt starken Entwickler-Support. Und nach drei Monaten redet keiner mehr darüber.

Was gab es in dieser Generation nicht bereits für technische Revolutionen? Da war die Bewegungssteuerung, die Spiele realistischer als jemals zuvor machen wollte. Oder die 3D-Technologie, mit der wir in vorbeizischenden Kugeln fast schon unsere Reflektion erkannten. Oder der ganze Augmented Reality-Kram, der virtuelle Haustiere und unnötig komplizierte Kartenspiele ermöglichte. All diese Dinge waren und sind für mich nur Gimmicks, die für kurze Zeit sicherlich ganz nett und eindrucksvoll sein können, aber schnell ihren Reiz verlieren.

Ich will nicht ständig rumfuchteln, um meine Spiele zocken zu können. Ich will beim Daddeln auch nicht aussehen, als hätte ich nach einem Strandbesuch vergessen meine Sonnenbrille abzunehmen. Und erst recht will ich nicht ständig zwei Quadratmeter Platz vor dem Fernseher räumen müssen, um irgendeinen Reiz aus Kinect und Co. zu erlangen. Entsprechend nüchtern stehe ich dem Oculus Rift gegenüber.


Die Technologie ist klasse. Ich glaube, dass ein echtes Virtual Reality-Erlebnis – also das Spiel tatsächlich aus den Augen des Protagonisten zu sehen – richtig cool sein kann. Nach dem Hype in den 80ern und 90ern war es allerdings still um die Technologie. Es gab sie zwar, die VR-Headsets, allerdings waren sie aufgrund langsamer Reaktionszeiten kaum brauchbar.

Das Kickstarter-Projekt zum Oculus Rift, dem ersten wirklich guten VR-Headset, hat nach etwa einer Woche bereits knapp 1,5 Millionen US-Doller sammeln können – Ziel waren 250.000 US-Dollar. Ein beachtlicher Erfolg, der nicht zuletzt ersten Erfahrungsberichten von diversen Publikationen zu danken ist. Und natürlich dem Wunsch eines jeden Nerds, dem Traum des Holo-Decks näher zu kommen.

Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, länger als eine Stunde mit diesem Monstrum auf dem Kopf spielen zu können. Das muss doch unbequem werden! Und was ist mit den Bildschirmen und der geringen Auflösung von 640×480 Pixeln pro Auge – bekommt man davon nicht noch schneller Kopfschmerzen als vom 3DS?

Die Leute hinter dem Rift versprechen uns dabei, dass die VR-Maschine unser Denken über Videospiele für immer verändern wird. Das wage ich aus oben genannten Gründen zu bezweifeln. Viel mehr glaube ich, dass das Kopf-Add-On nicht über den Status eines Nischen-Gimmicks hinauswachsen wird. Dazu fehlt die Alltagstauglichkeit, die Bequemlichkeit. Wenn etwas Gaming „revolutionieren“ soll, darf es nicht deutlich unkomfortabler und komplizierter sein, als mit einem Controller auf der Couch zu hocken.

Aber versteht mich nicht falsch: Als Experiment in aktueller VR-Technik finde ich das Teil durchaus interessant und glaube, dass es ein verdammt cooles Gefühl sein wird, sich in „“ aus der wahren Ego-Perspektive erschrecken zu lassen. Nur dürfen sich zukünftige Käufer auch gleich einen Platz im Regal sichern, in dem das Oculus Rift wenige Monate nach Release staub fangen wird. Gleich neben der Wii, den PlayStation Move-Controllern, 3D-Brillen und Kinect.

Was meint ihr? Plant ihr die Anschaffung der VR-Brille? Oder haltet ihr das Teil für einen unnötigen Technik-Trend?

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