DOTA 2: Activision Blizzard verklagt Valve

Robin Schweiger
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Die Anwälte von Activision Blizzard scheinen gut bezahlt zu werden, vergeht doch kaum ein Monat, an dem sie nicht eine neue Firma verklagen. Nach EA und den beiden Ex-Chefs von Infinity Ward, ist nun Valve an der Reihe.

DOTA 2: Activision Blizzard verklagt Valve

Wie schon länger bekannt ist, arbeitet dort ein Team momentan fleißig an DotA 2. Dota (Defense of the Ancients) war ursprünglich mal eine Mod für Blizzards Warcraft 3, entwickelt von einem Modder namens “IceFrog”. Dieser hat einige Zeit, nachdem DotA-Erfinder “Eul” nicht mehr an der Mod arbeitete, die Arbeit daran übernommen.  Nach einigen Jahren, in denen DotA zur erfolgreichsten Warcraft-Mod überhaupt wuchs und letztendlich ein neues Genre erschuf, entschied sich Half-Life-Entwickler Valve dazu, ebenfalls ein solches Spiel entwickeln zu wollen.

Statt nun ein eigenes Team daran zu setzen, lud man mit IceFrog und Eul jedoch schlicht die Erfinder von DotA höchstpersönlich ein und nur kurze Zeit später arbeiteten sie auch schon bei Valve an DOTA 2.

Activision Blizzard sieht das natürlich gar nicht gern. Sie selbst arbeiten gerade an “Blizzard DOTA”, eine Modifikation, die zusammen mit Starcraft 2: Heart of the Swarm erscheinen soll und bei der noch nicht ganz klar ist, ob und wie letzendlich damit Geld verdient werden soll. Activision Blizzard sieht nun ihre Rechte verletzt, weil Valve das Spiel ihrer Meinung nach nicht “DOTA 2″ nennen darf. Schließlich käme der Name von einer Mod für Warcraft 3, besitze viele Ähnlichkeiten mit Blizzards Strategieklassiker und dürfe deswegen auch nur von Blizzard selbst verwendet werden.

Ganz so einfach ist das aber nicht, denn Blizzard selbst war nicht an der Entwicklung der DotA-Mod beteiligt, es war immer ein reines Fanprojekt. Und eben diese Fans arbeiten nun bei Valve. Man darf gespannt sein, wie sich dieser Fall in den nächsten Monaten noch entwickelt.

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