Dragon Age 2 - BioWare gibt sich selbst 10/10 - So läufts

Jan

User-Rezensionen sind häufig sehr subjektiv, dafür dann aber auch umso ehrlicher. Entsprechend kann man sich als Leser häufig ein gutes Bild von einem Spiel machen, weil man weiß, worauf man sich einlässt. Dachten wir. Jetzt ist ein Fake-Review von BioWare aufgeflogen.

Dragon Age 2 - BioWare gibt sich selbst 10/10 - So läufts

Auf der Website Metacritic wird nicht nur ein Durchschnitt aus möglichst vielen professionellen Reviews und deren Wertungen errechnet, sondern auch den Lesern die Möglichkeit gegeben, selbst eine Rezension zu schreiben und Spiele zu benoten. Manchmal – etwa im Fall von Dragon Age – kann das dann sehr negativ aussehen. So negativ sogar, dass ein BioWare-Mitarbeiter los gezogen ist und das Spiel mit Lob übergossen hat. Allerdings ohne sich als Mitarbeiter zu erkennen zu geben. Derartiges Verhalten ist nicht nur moralisch fragwürdig, sondern raubt Kundenbewertungen ihre Glaubwürdigkeit. Und die Stellungnahme EAs zu dem Vorfall macht es nicht besser: “Natürlich haben wir . So läuft das.” Statt Reue zu zeigen, tritt EA das Vertrauen der Kunden in Reviews als ernstzunehmende Kaufberatung lieber mit Füßen und gibt auch noch Regelmäßigkeit zu. Wenn man nicht weiß, wer etwas geschrieben hat, fallen positive Reviews daher in Zukunft sicher häufig mal negativ auf – selbst wenn es nur eine ehrlich positive Meinung ist.

Aufgedeckt hat die Geschichte der Reddit-User GatoFiasco. Der übermäßig positive Ton der Rezension machte ihn stutzig: “Immersion und Kampfsystem sind unübertroffen! Ein wahrlich bewegender und unterhaltsamer Epos. Jede negative Bewertung, die ihr seht, ist eine Überreaktion persönlicher Preferenzen.” Als er feststellen musste, dass die einzige Rezension des Users Avanost war, nutze er die Suchmaschine seines Vertrauens und fand den gleichen Namen in einem Plurk-Profil, in dem sich dann auch ein echter Name versteckte. Einmal mehr gesucht und es war klar, dass es sich tatsächlich um einen BioWaremitarbeiter handelte. Der hätte das nur im Artikel vermerken müssen und alles wäre gut gewesen.

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