Drakensang Online Vorschau - Wie Diablo, nur 14 Jahre zu spät und im Browser

Jonas Wekenborg
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Das Browser-Spiel Drakensang Online von Bigpoint Berlin, auch mal bekannt als Radon Labs, versprach in der Vergangenheit, den Namen “Drakensang” auch ohne “Das Schwarze Auge”-Lizenz zu einem richtigen Kracher werden zu lassen. Was der Hack’n’Slay-Titel schlussendlich hält, erfahrt ihr in unserer Vorschau.

Drakensang Online Vorschau - Wie Diablo, nur 14 Jahre zu spät und im Browser

Nach der verhalten erfolgreichen Erweiterung des Rollenspiel-Adventure-Hits “Drakensang” hatte manch alteingesessener Pen & Paper-Freund, dessen Wurzeln irgendwie noch im guten alten Aventurien gründeten, auf eine Fortsetzung oder gar den angekündigten Onlinetitel in der Welt der Thorwaler, Novadi und Mittelländer gehofft. Wenn man sich dann allerdings anschaut, was daraus geworden ist, sehnt man sich wieder die Geschichtsschreibung vom Typ “Sternenschweif”, “Schatten über Riva” oder ähnlichem zurück.


Denn mit der “Das Schwarze Auge”-Lizenz hat das ganze gar nichts mehr zu tun. Wer also darauf gehofft hatte, alte Bekannte aus den Box-Titeln wiederzusehen oder mehr von der weitschweifenden Historie Aventuriens zu erfahren, der wird enttäuscht. Wir starten bei Null.

Alles beginnt mit der Charaktergenerierung, das ist doch mal klar. Bigpoint nimmt uns hier etliche Arbeit ab, können wir doch derzeit nur aus zwei Klassen (geplant sind vier) in den unterschiedlichen Geschlechtern wählen: dem Drachenkrieger und dem Zirkelmagier. Schnell eine von drei Körpergrößen aussuchen, die Haare schön und schon kann man ins Abenteuer durchstarten.


Leicht bekleidet mit einer Anfängerwaffe der Marke “immerhin besser als Stock” startet ihr in die grafisch imposante Welt von “Drakensang Online”. Denn das selbstgesteckte Ziel, es grafisch mit der clientbasierten Konkurrenz aufzunehmen, scheint geglückt. Zumindest, wenn man die Iso-Perspektive, die 1997 in “Diablo” noch als legendär gefeiert wurde, als großen Erfolg ansieht. Wir finden aber, für ein Browsergame sieht es dann doch ganz schick aus. Das Einzige, was hier mächtig stört, sind die ausladenden Objekte, die oftmals die Sicht auf den fallengelassenen Loot versperren.

Der beschränkt sich aber ohnehin eher auf Heiltränke, ein paar Münzen und sogar ab und an einen Ausrüstungsgegenstand. Diese sind in den seltensten Fällen magisch und wenn man doch einmal einen der begehrten Zaubergegenstände ergattert, ist er meist schlechter als das, was man ohnehin beim Händler bekommt.

Ab Level 10 ist es allerdings auch nicht mehr möglich, sich beim örtlichen Händler für die herkömmliche Spielwährung bessere Gegenstände zu kaufen. Für die zünftige zukünftige Heldenausstattung braucht man dann schon die Premium-Währung Andermant. Diese kann man sich entweder in mühevoller und langweiliger Grind-Arbeit sammeln, denn die werden auch ab und zu von getöteten Gegnern fallengelassen, oder aber für harte Euro kaufen. Denn mit Boni vollgestopfte Rüstungen, Waffen, Schmuckstücke und Schilde, aber auch Sockel und die üblichen Item-Shop-Gegenstände für schnelleres Bessersein erlangt man also nur über tatsächliche Investition von Zeit und/ oder Geld.

Weitere Themen: Drakensang Online, browser

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