Duke Nukem Forever Test – Das bittere Ende einer unendlichen Geschichte

Wir haben lange überlegt, ewig gegrübelt, aber uns will an dieser Stelle einfach nichts einfallen, das nicht bereits irgendwann, irgendwo schon einmal über das Thema “Duke Nukem” geschrieben wurde. 14 Jahre Spielegeschichte, ein endloser Treppenwitz, der ultimative Spätzünder – Duke Nukem ist Kult, ist Gaming. Fast ein Bisschen schade also, dass er nun letztendlich doch zurück kommt. Vor allem, wenn man das Spiel, das dabei herausgekommen ist, genauer betrachtet.

Die Geschichte des Duke noch einmal anzureißen, ist im Grunde müßig. Jedes Kind weiß, wie es anfing (falls nicht – unbedingt unser “Duke Nukem” Rückblick-Video ansehen), hat gehört oder erlebt, wie 3D Realms sich jahrelang verzettelte, letzten Endes Pleite ging und die Lizenz an Take 2 überging. Die beauftragten heimlich Gearbox (“Borderlands”), um die fehlenden 30% eines riesigen Flickwerks zusammen zu stricken. Und auch wenn Randy Pitchford und Co. das wahrscheinlich nie zugeben werden: Es muss ein Höllenjob gewesen sein.

Unsere Video-Review zu Duke Nukem Forever:

Springen wir ins Hier und Jetzt. Es als unwirklich zu bezeichnen, dass das “Duke Nukem Forever”-Logo direkt vor uns auf dem Bildschirm prangt, kommt dem tatsächlichen Gefühl nicht einmal nahe. Dieses Spiel startet bei uns, und wahrscheinlich bei jedem anderen Spieler dieser Welt mit einem enormen Nostalgie- und Coolness-Bonus, für den andere Hersteller wahrscheinlich töten würden. Es ist fast wie Traum, nur das uns hier niemand kneifen muss. Das ist die Realität – und die sieht ziemlich düster aus.

Schon das Tutorial macht uns stutzig. Ja klar, das ist der Duke – flucht immer noch derber als ein texanischer Rapper, pinkelt, säuft, rülpst. Und er kriegt die Babes. In einer der witzigsten Szenen des Spiels entpuppen sich die ersten Minuten als Spiel im Spiel – an dessen Ende zwei schluckfreudige Damen stehen. Selbstreferenziell ist das, frech und klug zugleich. Nur kennt man das auch aus den unzähligen Trailern.


Wovon wir bisher keine Ahnung hatten, ist der durch und durch desolate Zustand, in dem der Duke sich unter dieser Oberfläche befindet: Kurz nach der obig erwähnten Szene flanieren wir durch Dukes Behausung, einen meterhohen Turm, begutachten Poster, sehen kreischende Fans, wandern durch ein Duke-Museum. Nett ist das, aber nur, solange man nicht länger hinsieht. Dann offenbart sich, dass die Mädels, die eben ein Autogramm von uns wollten, auch noch zwei Minuten später dastehen. Und warten. Und ihren Zettel nach vorn halten.

Wahrscheinlich könnten wir stundenlang hier stehen bleiben, die Szenerie würde sich nie ändern. Solche Skriptfehler durchziehen das gesamte Spiel. NPCs frieren dann förmlich ein, starren endlos auf einen längst ausgeschalteten Monitor, manche sprechen mit uns, heben die Hand und verharren dann so, bis…nun ja, wahrscheinlich für immer. Einmal ist ein aufgeregter Passant einfach mitten im Satz umgefallen und lag dann mit offenem Mund auf dem Boden. KI-Aussetzer? Absicht?

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Weitere Themen: Duke Nukem Forever Demo, Gearbox Software

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