Im Games Check: Eternal Sonata (360)

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(Colin) Japanische Rollenspiele auf der 360 – die gibts noch eher selten. Mit Eternal Sonata steht nach Blue Dragon die zweite große Fantasy-Kost aus Fernost an. Wie gut das Nippon-Epos ist, erfahrt Ihr heute abend.

Im Games Check: Eternal Sonata (360)

“Eternal Sonata” liegt ein recht bizarrer Plot zu Grunde. Meisterpianist Frederic Chopin liegt Mitte des 19. Jahrhunderts im Sterben. In seinen Fieberträumen jedoch taucht er in eine ebenso fremde wie phantastische Welt – die Welt der ewigen Sonate.

Doch so schräg die Story auf den ersten Blick auch anmuten mag, das Spiel als solches ist es weit weniger. In bester RPG-Manier ziehen Frederic und seine Heldentruppe gegen einen machtgierigen Grafen und dessen Welteroberungspläne zu Felde. Der Spielaufbau setzt dabei auf bewährte Genre-Kost: In Städten plaudert Ihr mit Bewohner und deckt Euch mit Ausrüstung ein. Danach geht’s über Oberweltsteppen und durch düstere Dungeons auf Monsterjagd.

Diese ziehen gut sichtbar ihrer Wege und können auf Wunsch angegriffen werden. Die Kämpfe selbst zählen zu den Höhepunkten von “Eternal Sonata” und bieten eine Mixtur aus rundenbasiertem Gemetzel mit Echtzeitaction. Sobald eine Figur an der Reihe ist, bleibt ihr eine bestimmte Zeit, in der Ihr machen könnt was Ihr wollt. Rumlaufen, Zuschlagen, Spezialfertigkeiten einsetzen oder Heiltränke naschen – so lange der Timer läuft stehen Euch alle Mögkichkeiten offen. Dank diverser Features wie Licht- und Schattenbereichen, flexiblen Kampfmanövern und einem cleveren Kombosystem halten Euch die Gefechte bei der Stange – ein cooles System.

Die Dungeons selbst sind da weniger spannend. Hier und da mal einen Schalter umlegen oder eine verborgene Schatzkiste aufstöbern – viel mehr haben die Kerker nicht zu bieten. Dafür zieht das Ganze audiovisuell alle Register. Die hochaufgelösten, kunterbunten Grafiken sind ein Fest für jeden Manga-Fan. Die teils neue, teils klassiche Musik aus Chopins Feder untermalen das Epos passend. Im Gegenzug fällt die englische Sprachausgaben eher durchwachsen bis teils nervig aus.

Insgesamt bietet “Eternal Sonata” an die 30 Stunden traditionsreiche Fantasy-Kost mit einem ungewöhnlichen Kampfsystem aber insgesamt recht hausbackenem Spielablauf. Auch die recht rührselige und mitunter zäh inszenierte Story dürfte nicht jedermanns Sache sein. Ausgehungerte Rollenspielfans dürfen aber beruhigt zugreifen.

Weitere Themen: Dungeons Demo

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