Pornos: Höhere Akzeptanz als Videospiele?

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(Christian) Ein Psychiater aus Portland stellt die These auf, dass sich Menschen eher dafür schämen, Videospiele zu spielen, als Pornos anzuschauen. Stimmt das und wenn ja, warum ist das so?

Pornos: Höhere Akzeptanz als Videospiele?

Dr. Jerald Block ist von Beruf Psychiater und behandelt vorrangig Menschen, die abhängig von Online-Rollenspiele sind. Seinen Erfahrungen nach haben die meisten Klienten ein großes Problem damit, über ihre Sucht zu sprechen. Das geht soweit, dass die Hemmschwelle größer ist, als über pornographische Süchte zu sprechen. Eine Erklärung dafür liefert Dr. Block in einem Interview mit dem “Boston Globe”:

“Die Gesellschaft verstehe, dass Pornographie etwas ist, das Leute machen. Bei Problemen gehen sie zu einem Psychiater und werden behandelt. Aber anderen Menschen zu erklären, warum man zwanghaft Videospiele spielt, ist viel schwieriger. Diese Personen können ihren Freunden nicht ihre Situation erklären” so der Psychologe.

Um dieses Phänomen zu veranschaulichen, nannte Dr. Jerald Block den Fall eines Klienten, der regelmäßig die Online Weltraum-Simulation “EVE Online” gespielt hat. Sein virtueller Charakter verfügte am Ende ein Vermögen von rund 11.000 Euro, als ein anderer Charakter ihm alles weggenommen hat.

“Wie soll er das jemanden vernünftig erklären? Es ist so verrückt, dass sich sogar Psychiater davor sträuben, sich solche Fälle anzunehmen” so Dr. Jerald Block weiter.

Wie seht Ihr das? Komplett nachzuvollziehen oder doch eher der Extremfall? Eure Meinung in die Comments!

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