EVE Online: Streitlustiger Spieler will Clan loswerden – und bietet echtes Kopfgeld

Marco Schabel
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Das seit einigen Jahren populäre EVE Online hat schon viele Spieler viel Geld gekostet. Einer bietet jetzt sogar ein Kopfgeld von 75.000 Dollar für die Vertreibung eines gegnerischen Clans.

Mit Videospielen Geld verdienen ist wahrscheinlich der Traum eines jeden Gamers. Meist eignen sich die Spiele aber vor allem dazu, viel Geld zu verlieren. Ein Paradebeispiel dafür ist das Weltraum-MMO EVE Online. Wer erinnert sich nicht an extrem verlustreiche Schlachten, die mal eben Schiffe und andere Güter im Wert von 300.000 US-Dollar verbrannt haben. Und ich rede hier von echtem Geld, das von den teilnehmenden Streithähnen selbst in das Spiel gepumpt wurde. Fehden in EVE Online sind ohnehin keine Seltenheit und manchmal so verworren, dass sogar Bücher darüber geschrieben wurden. Du kannst Dir in EVE Online aber auch Geld verdienen. Zum Beispiel indem Du einen bestimmten Clan angreifst und siegreich aus einer weiteren sicher nicht für Geizhälse geeigneten Schlacht hervortrittst. Dann nämlich kannst Du Dir ein Kopfgeld verdienen.

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Hinter dieser Kopfgeldausschreibung steckt der EVE Online-Spieler und Reddit-Nutzer holder2k, der es auf den Clan Hard Knocks Inc. abgesehen hat. Die sollen aus ihrem Heimatsystem, passenderweise Rage genannt, vertrieben werden. holder2k, bei dem es sich in EVE Online möglicherweise um einen Spieler mit dem Namen HeWhoShallNotBe Named handeln könnte, bietet demnach insgesamt 75.000 US-Dollar (etwa 68.100 Euro) an den oder die jenigen, die das schaffen. Das Geld wird via PayPal gezahlt und unter den Teilnehmern aufgeteilt. Die Aufgabe ist allerdings nicht gerade einfach, denn Hard Knocks Inc. besitzt unter anderem eine nicht unerhebliche Raumstation mit Namen Keepstars. Die kostet 15.000 Dollar und besitzt eine riesige Laserwaffe, die gesamte Flotten in Sternenstaub verwandelt.

Warum genau ein so hohes Kopfgeld ausgeschrieben wird, ist allerdings kaum bekannt. Angeblich will holder2k lediglich die Nutzungsbedingungen des Spiels untergraben, die verbieten, dass Dienste im Spiel für echtes Geld angeboten werden. Eine Fehde um eine weitergegebene Telefonnummer einer großen Bank, bei der HeWhoShallNotBe Named arbeitet, die wegen Belästigung der Hard Knocks-Mitglieder sogar von der Polizei untersucht wird, könnte ebenfalls eine Rolle spielen.

Quelle: Reddit, PC Gamer

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