F1 2017 in der Vorschau: Klassiker-Wagen und Frauenpower für mehr Fahrfreude

Thomas Stuchlik

Alle Jahre wieder: Genau wie bei FIFA steht auch bei der Formel 1 das jährliche Update des virtuellen Sports an. Rechteinhaber Codemasters offeriert für F1 2017 jedoch nicht nur die üblichen Saisondaten, sondern liefert auch einen überarbeiteten Karriere-Modus sowie ältere F1-Boliden.

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F1 2017: Born To….Make History Trailer

Für die ersten Probefahrten der kommenden Rennsimulation lud der Hersteller nach Stuttgart ins Mercedes-Museum. Ein passender Rahmen, vor allem da der Autofabrikant seit Jahren die erste Geige im F1-Zirkus spielt. Entsprechend dominieren sie auch das Fahrerfeld auf PC, PS4 und Xbox One. Dennoch liegt es an dir, an einzelnen Rennwochenenden oder im umfangreichen Karriere-Modus vorne mitzumischen.

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Das Leben als Rennfahrer

Bevor du deine Laufbahn beginnst, erstellst du du einen Avatar, der diesmal auch eine Frau sein darf. Damit kannst du die vom männlichen Geschlecht beherrschte Rennklasse gehörig umkrempeln. Einfacher wird es jedoch nicht, schließlich bestreitest du mit einem frei wählbaren Team insgesamt 21 Rennen pro Saison. F1-Kenner finden hier kaum Überraschendes, schließlich sind alle Pisten von Australien bis Abu Dhabi mit an Bord.

Auch die Rennwochenenden unterteilen sich gewohntermaßen in Training, Qualifying und dem Rennen selbst. Immer zur Seite steht dir deine Agentin sowie der Renningenieur. Erstere informiert dich in ihrem Büro über Verträge und Organisatorisches. Letzterer ist in der Garage der richtige Ansprechpartner für das Setup des Vehikels.

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Mehr Leistung, mehr Grip

Die Karriere in F1 2017 bringt mit dem Technik-Baum eine interessante Neuerung an den Start. Ähnlich eines RPGs steigerst du damit die Fähigkeiten eures fahrbaren Untersatzes. Mit jedem gefahrenen Kilometer sammelst du Erfahrungspunkte, die du in Upgrades investierst. In den Kategorien Ausdauer, Chassis, Aerodynamik und Antrieb verbesserst du schrittweise die Leistungsfähigkeit. Ein deutliches ausgefeilteres System als noch im Vorgänger.

Auch das Fahrverhalten selbst hat sich zum Vorjahr verändert. Das ist vor allem durch die Reglement-Änderungen der realen Formel Eins bedingt. Dank breiterer Bereifung und besserer Aerodynamik verfügen die Boliden über mehr Bodenhaftung, weshalb du Kurven schneller nehmen kannst. Die Steuerung reagiert dabei gewohnt schnell und exakt. Vor allem mit einem Lenkrad ist es ein großer Spaß, die Renngeschosse um die Kurven zu zirkeln. Pass aber auf das unvorhersehbare Wetter auf, das dich bei Regen zum schnellen Reifenwechsel zwingt.

Bildergalerie F1 2017 - Screenshots

Wenig Neues, viel Altes

Leider ist dieses Jahr kein neuer Kurs im Aufgebot, weshalb sich auch im Spiel optisch wenig getan hat. Das 20 köpfige Fahrerfeld verursacht wie im Vorgänger viel Gedränge am Start. Unterstützung gibt es dank einblendbarer Ideallinie, zahlreichen Fahrhilfen sowie einstellbarer Gegnerschwierigkeit.

Für mehr Abwechslung in der Rennkarriere sorgen Nebenveranstaltungen, zu denen du hin und wieder eingeladen wirs. Denn dabei steigst du in die Cockpits älterer Wagen. Unter den zwölf „Oldtimern“ finden sich Weltmeister-Autos wie der McLaren MP4/6 von 1991 oder Michael Schumachers Ferrari von 2004. Allerdings sind die Geschosse oft instabiler und schwieriger zu beherrschen als die aktuellen Vehikel. Doch dafür entschädigt der klassisch-brachiale Motorensound der Formel Eins.

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Marke Eigenbau

Wer will, der darf seine eigene Meisterschaft zusammenstellen. Diese kann beispielsweise nur aus Stadtstrecken oder klassischen Kursen bestehen. Außerdem sorgen die Entwickler mit Herausforderungen wie Checkpoint-Rasereien und Überhol-Events für Abwechslung. Letztlich stellt du dich dem Online-Modus, in dem 20 menschliche Fahrer antreten. Auch hier will Codemasters die Zocker mit regelmäßigen Events bei der Stange halten. Ähnlich wie schon bei DiRT Rally oder DiRT 4.

Ein Vorab-Fazit: F1 2017 bietet alles auf, was Formel-Eins-Fans wollen. Auch schön, dass das Spiel noch im August erscheint und damit mitten in der F1-Saison. Vor allem überzeugt wieder das reaktionsfreudige Fahrverhalten, das schnell das richtige Gefühl am Steuer vermittelt. Dennoch halten sich die Innovationen in Grenzen. Zwar stehen zusätzlich klassische Wagen zur Wahl, doch die Konkurrenz wie Project Cars 2 bietet weitaus mehr Abwechslung auf. Allerdings gibt es nur bei Codemasters’ Rennspektakel die offizielle Formel Eins.

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