Im Action-Rollenspiel Fable 2 ist diese Frage von zentraler Bedeutung. Denn jede einzelne Entscheidung des Helden wirkt sich direkt auf die Entwicklung seines Charakters aus. Entwickelt er sich zu einem schillernden Helden, den man überall gerne empfängt, oder trägt er die Fratze des Bösen und wird allerorten gemieden? Begleitet wird der junge Held von einem treuen Vierbeiner, der ihm nicht von der Seite weicht. Ungewöhnlich für ein Rollenspiel ist die Möglichkeit eines Koop-Modus, sowohl online als auch offline.

Das Spiel beginnt mit einer Szene aus der frühen Kindheit des Helden. Lord Lucien erschießt die kleine Rose, die Schwester des Helden, und verletzt ihn selbst schwer. Fortan wächst er bei Theresa auf, die sich seiner angenommen hat und ihn ausbildet. Als er alt genug ist, bringt sie ihn zur alten Heldengilde, wo sein Heldenblut erwacht.

Im Gegensatz zu den Vorgängern lässt „Fable 2“, das ausschließlich für die XBox 360 erhältlich ist, dem Spieler zu Beginn die Wahl, ob er in die Rolle eines männlichen oder einer weibliche Heldin schlüpfen möchte. Charaktereigenschaften oder Konstitution des Helden lassen sich hingegen nicht bestimmen. Ähnlich wie in „Black & White“ oder „Star Wars“ entscheidet der Spieler selbst, ob sein Charakter gut oder böse ist. Wer zum Beispiel anderen Dorfbewohnern hilft, wird gut – wer sie schlägt oder gar tötet, wird böse.

Die Stärke des Spiels liegt neben der rührenden Story und den abwechslungsreichen Quests in der grafischen Umsetzung der märchenhaften Welt Albions und dem atemberaubenden Sound. Die detailreiche Darstellung von Wäldern und Ruinen und die herrlichen Farbeffekte machen kleine optische Schwächen mehr als wett und die bombastische Soundkulisse gefällt in jeder Szene mit passender Musik oder stimmungserzeugenden Effekten.

Die spielerischen Möglichkeiten in dieser Märchenwelt sind fast unbegrenzt, das Spiel lebt von den Entscheidungen des Helden. Grafik und Sound des Spiels suchen ihresgleichen und auch die Steuerung überzeugt. Einzig der Mehrspielermodus wirkt nicht ausgereift und sorgt für wenig Spaß.

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