Fable 3 Test (PC) - Auch auf dem PC so fablehaft?

Jonas Wekenborg
7

Mit Brüdern ist es so eine Sache, ähnlich wie mit Frauen. Ohne sie geht es nicht, mit ihnen gestaltet sich das Leben aber häufig auch arg kompliziert. Das innerfamiliäre Konkurrenzdenken bestimmt den Alltag und führt zu Stress, wo er eigentlich unnötig wäre. Doch all das ist nichts im Vergleich zum Zwist, der euch im Action-Rollenspiel Fable 3 erwartet. Und den jetzt, ein gutes halbes Jahr nach den Xbox 360-Spielern, auch PC-Fans miterleben dürfen. Hat sich die Warterei gelohnt?

Fable 3 Test (PC) - Auch auf dem PC so fablehaft?

Nun, der Grundzustand bleibt auch in dieser Fassung unverändert: Der große, böse Bruder Logan hat als König das Fantasyreich Albion unterworfen. Unterjocht das im Industriezeitalter angekommene Reich, peinigt dessen Bewohner, beutet sie in unmenschlichen Fabriken aus und bringt das Volk gegen sich auf. Das ist ihm aber schnurzegal.

Mit Waffengewalt hält er die Gemeinen nieder und ihr, als Prinz oder Prinzessin (je nachdem, welche Entscheidung ihr bei Spielbeginn trefft), seid ohnmächtiger Zeuge dieser unsäglichen Zustände. Da der Held aus Fable 2 schon seit einiger Zeit tot ist, wird klar: Albion benötigt einen neuen Retter, möglicherweise dringender als je zuvor. Ihr sollt euren fiesen Bruder stürzen und die Macht an euch reißen.

Etwa zwei Drittel der Spielzeit von etwa zwölf bis 15 Stunden seid ihr mit diesem spannenden Unterfangen beschäftigt. Doch selbst der allerstärkste Recke vermag es nicht, ein ganzes Königreich im Handstreich zu befreien. Ihr benötigt also Hilfe, müsst euch Verbündete suchen, die mit euch den Kampf aufnehmen. Aber wer vertraut schon dem Bruder des Diktators? Genau – abgesehen von seinen zwei Getreuen Jasper und Walter – niemand. Und natürlich dem obligatorischen Kläffer, der euch wieder bei der Schatzsuche behilflich ist und sich an den Scharmützeln beteiligt.

Ihr müsst euch die Verbundenheit der Albioner erst erarbeiten und ihre Wertschätzung verdienen. Es dauert Stunden, bis sich ihre Anerkennung in netten Kommentaren niederschlägt, sie eure Sache unterstützen und die Revolution an eurer Seite wagen. Da ist beispielsweise ein gewisser Sabin, der will, dass ihr erst einige Aufgaben übernehmt, bevor er euer Gefolgsmann wird. Wir sollen beweisen, dass wir tatsächlich ein Held sind, der es wert ist, seine Leute in die Schlacht zu führen. Also erledigen wir für ihn und eine Reihe weiterer Anführer Quests, bergen Schätze, begehen Morde, retten Prinzessinnen. Machen uns schlichtweg nützlich und unverzichtbar, tun einfach alles, um diese lokalen Machthaber zu überzeugen.

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