Fallout: Eine Verfilmung ist nicht ausgeschlossen – aber sehr unwahrscheinlich

Marco Schabel
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Würde euch ein Film zur überaus erfolgreichen Fallout-Serie aus dem Hause Bethesda gefallen? Damit seid ihr nicht alleine, allerdings will das Studio nicht irgendeinen Film – und hat deshalb schon einige Angebote abgelehnt.

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Fallout 4 - The Wanderer

Zahlreiche Studios versuchen derzeit, ihre Videospiele in Kinofilme zu verwandeln und somit die Bekanntheit zu steigern und die Leute auch abseits der Videospiele zu unterhalten. Sei es Assassin's Creed, Warcraft, Minecraft, Tomb Raider, Uncharted oder sogar Tetris. Aber da gibt es eine Serie, die wahrscheinlich eine ganze Menge Fans auf der Leinwand sehen wollen würden. Gemeint ist Bethesdas Fallout-Reihe, die erst jüngst ihren vierten Ableger erhalten hat. Es wäre sicher cool, die Postapokalypse und all ihre schrillen und skurrilen Gestalten im Kino zu bewundern, oder nicht? Daran zweifelt auch Bethesdas Todd Howard nicht. Allerdings gab es bislang noch kein passendes Angebot.

Darum wird es so schnell keinen Fallout-Film geben

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Denn wie sich herausstellt, ist der Fallout-Entwickler und Publisher extrem wählerisch, wenn es darum geht, das Spiel auf die Leinwand zu bringen. Wie Howard in einem aktuellen Interview zu verstehen gab, habe es sogar schon zahlreiche Angebote für eine Verfilmung gegeben, die letztlich aber alle abgelehnt wurden. Es habe in all den Jahren schlicht keine Produzenten und kein Studio mit einer Idee gegeben, bei der Bethesda das Gefühl hatte, dass der Film so gut werden könnte, wie die Spiele. Er betonte, dass er durchaus nicht sagen würde, dass es niemals einen Fallout-Film geben würde, aber es habe eben nichts „geklickt“. Die Spiele seien sehr populär, was auch ihre Identität ausmache.

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Als Beispiel nennt Todd Howard das jüngst erschienene Fallout 4. Die Fans hätten völlig anders auf die Ankündigung des Spiels reagiert, wenn es vorher einen Film gegeben hätte. Eines von beidem hätte sich einfach nicht richtig angefühlt. „Und du willst einfach nicht, dass es das Spiel ist, während der Film eine andere Richtung einschlägt“, so Howard. Abschließend gab der Bethesda-Mann zu verstehen, dass es einfach eine sehr hohe Messlatte gebe, was die Art angehe, wie der Film sein müsste, wenn es jemals einen geben sollte. Selbst kleine Dinge wie das Aussehen des Vault-Anzugs seien bereits Stolpersteine, denn die Macher steigern sich in die Details hinein, die im Spiel tatsächlich existieren.

1998, als die Fallout-Rechte noch bei Interplay lagen, gab es bereits Planungen für einen Film, der aber eingestellt wurde. Damals wurde extra eine Filmfirma gegründet, um die Produktion der Filme des Franchises zu leiten. Autor des Drehbuchs war damals Brent V. Friedman (der auch Star Wars The Clone Wars schrieb) und es sollte drei Teile geben, bevor Fallout 2 erschien. Das Drehbuch des zweiten Films könnt ihr noch heute online lesen.

 

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Und während Bethesda weiter auf das perfekte Filmangebot wartet, haben hinter den Kulissen bereits die Arbeiten an Fallout 5 begonnen. Das ist nur eines der Projekte, die Bethesda derzeit am Laufen hat und von denen einige sicher im Rahmen der E3 im Juni enthüllt werden.

 

Weitere Themen: Fallout 5, Fallout 3, Fallout, Bethesda Game Studios

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