Hunted: The Demon's Forge - Bethesdas neues Action-Rollenspiel

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(Jan) Mit der Elder Scrolls-Serie und natürlich dem großartigen Fallout 3 gehört Bethesda Softworks zu den aktuellen Erfolgreichen der Rollenspielszene. Das amerikanische Unternehmen entwickelt jedoch nicht nur selbst, sondern verlegt als Publisher auch viel versprechende Titel anderer Studios. So auch das nun enthüllte Hunted: The Demons Forge von inXile, einem Team mit gewichtiger Vergangenheit.

Hunted: The Demon's Forge - Bethesdas neues Action-Rollenspiel

Vorsitzender von inXile Entertainment ist nämlich niemand geringeres als Brian Fargo, der als Gründer von Interplay für zahlreiche großartige Rollenspiele mitverantwortlich ist; darunter sind nicht zuletzt auch Fallout 1 und 2, deren Nachfolger Fallout 3 und New Vegas zu den großen Titeln in Bethesdas Katalog gehören und eine nicht gerade unscheinbare Verbindung zwischen den Firmen andeuten. Aber auch andere große Rollenspielnamen wie das auf dem Dungeons & Dragons-Regelwerk basierende Baldur’s Gate, Icewind Dale und natürlich Bard’s Tale und Wasteland haben hier ihren Ursprung.

Diese letzten Titel schlagen auch wieder eine Brücke der seit 2003 bestehenden Firma inXile zu Fargos Interplay-Wurzeln, denn sowohl Bard’s Tale als auch Wasteland wurden in den letzten Jahren und unter neuer Flagge neu aufgelegt. Der nächste Schritt zur Erfüllung eines alten Rollenspieler-Traumes ist nun Hunted: The Demon’s Forge.

Klassische Action in modernem Gewand

Für Fargo und sein Team war nämlich schon während der Entwicklung des 1985er Bard’s Tale die Aussicht großartig, ihre damaligen Ideen in ein grafisch beeindruckendes Gewand zu verpacken und die Story groß zu inszenieren. Was damals auf NES und Kollegen technisch noch nicht möglich war, soll nun endlich umgesetzt werden und die Herzen aller Rollenspielfans höher schlagen lassen. Schließlich spielen Brian Fargo und inXile-Präsident Matthew Findley selbst immer wieder gern mächtige Fantasy-Helden und sind Pen-and-Paper-Rollenspieler der frühen Stunden.

Zwei Helden sollt ihr sein

Was bisher von Hunted zu sehen war, wird aber gerade vom “klassischen” Gedanken her die Massen spalten. In der Gameplay-Demo, die Creative Director Michael Kaufmann zusammen mit Findley präsentierte, zeigte sich so etwa, dass nur zwei feste Charaktere gespielt werden können, da sich die Story komplett um das gemeinsame Abenteuer der beiden dreht, und auch andere Rollenspielelemente fehlen; so gibt es etwa weder ein Inventar, noch massenweise Schätze oder ein wirklich tief gehendes System zur Charakterentwicklung und -Individualisierung.


Die Helden erfüllen alle beliebten Klischees der Rollenspielszene: Elara ist eine schlanke, relativ knapp bekleidete Elfin, die ihren Fokus auf Fernkampf mit dem Bogen und diversen magischen Pfeilen hat, während Caddoc ein Schrank ist, der sich vor allem mit Schild und Schwert – oder auch zwei Schwertern, wie Matthew im Interview verrät – in die Schlacht wirft. Beides sind Söldner, die von dem magischen Wesen Seraphine in das Dorf Dyfed geschickt wurden, um dort Hinweise auf mysteriöse Kristalle und am besten auch gleiche diese selbst zu finden.

Blutig ins Abenteuer

Doch Dyfed ist verlassen und nur ein einzelner Bauer scheint noch vor Ort zu sein. Zeit für ein tief gehendes Gespräch hat man jedoch nicht; das Einzige, das man von ihm sieht, ist wie er von einem Ghoul-artigen Monster – einem Wargar – durch ein Fenster vor unsere Füße geschleudert wird, um dann von diesem effektreich und blutig sein Herz herausgerissen zu bekommen.

Weitere Themen: Rollenspiel, Bethesda Softworks

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