Fallout: New Vegas Test - Wie gut ist Fallout: New Vegas wirklich?

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Zwei Jahre nach „Fallout 3“ starten wir mit Fallout: New Vegas in ein neues postnukleares Abenteuer, das in der Nähe von Las Vegas (jetzt: New Vegas) spielt. Während man im dritten Fallout noch an der Ostküste um sein Überleben kämpfen musste, wagen wir uns in „Fallout: New Vegas“ in den Bundesstaat Nevada. Auch die postapokalyptische Version von Las Vegas können wir dort besuchen, und dort am Kartentisch unser Glück auf die Probe stellen.

Alle Kronkorken verspielt? Na, wenn das mal kein böses Omen ist!

Worum geht es? In „Fallout: New Vegas“ übernehmen wir die Kontrolle über einen Kurier. Unser letzter Auftrag ist jedoch alles andere als glücklich gelaufen. Jemand hat unsere Synapsen mit einem Kopfschuss ziemlich durcheinander gebracht. Normalerweise wäre man in einem solchen Fall tot; zum Glück hat uns aber ein freundlicher Roboter gefunden und zum nächsten Arzt geschleppt. Nachdem dieser die Kugeln entfernt hat, sind wir auch schon wieder topfit. Noch eben einen Idiotentest absolviert und schon geht es in die Spielwelt hinaus, mit dem Ziel, unseren Beinahe-Mörder zu finden, ihn zu fragen, was das denn bitte sollte und ihn daraufhin zur Strecke zu bringen. Dabei durchstreifen wir eine riesige Spielwelt und treffen  nach und nach auf NPCs, die uns Informationen geben und später auch auf zwei Fraktionen (sowie unzählige Splittergruppen). Einer dieser Fraktionen müssen wir uns irgendwann anschließen und bestimmen damit auch schon eines der verschiedenen Enden.Wie sieht es aus? Wer meint, „Fallout: New Vegas“ sieht wie ein neues altes „Fallout 3“ aus, der irrt nicht – er hat recht. Während der dritte Teil vor zwei Jahren trotz einiger Kinderkrankheiten wie beispielsweise auffällig vielen Klonen grafisch noch einiges hermachte, wirkt die Engine heute eher veraltet. Dennoch sorgt das Spiel für eine unglaublich dichte Atmosphäre, sodass man sich wirklich  wie in einem Endzeit-Szenario fühlt. Schließlich hat das schon bei „Fallout 3“ hervorragend funktioniert.

Was uns gefällt Die Spielwelt ist riesig und jederzeit offen begehbar. Hier und da treffen wir auf NPCs, mit denen wir ausschweifende Dialoge führen können; sieht man mal von den Übersetzungsfehlern und falschen Betonungen ab, kann die deutsche Sprachausgabe sogar überzeugen. Mit den Dialogen sammeln sich so einige Quests an, die abwechslungsreicher kaum sein könnten. Nur selten erledigt man langweilige Botengänge – viel öfter muss man mitunter schwierige Entscheidungen treffen. Je nach Entscheidung reagiert die Spielwelt auch anders. Beim ersten Spieldurchgang ist uns die eine Fraktion freundlich gesonnen, beim zweiten möchte sie uns am liebsten den Kopf abreißen. Wer eine zweite Runde wagt, sollte sich übrigens mal am Hardcore-Modus versuchen. Dann müssen wir nämlich die Grundbedürfnisse unseres Sims respektive Protagonisten befriedigen, also darauf achten, dass er genug schläft, isst und trinkt. Vor allem letzteres dürfte sich in einer vom Atomkrieg gezeichneten Welt etwas schwierig gestalten.

Was uns nervt Neben der bereits angesprochenen veralteten Engine wird in „Fallout: New Vegas“ oft und vor allem viel geladen. Mitunter lädt es sogar so lange, dass man meinen könnte, das Spiel sei abgeschmiert – so ist es dann meistens auch. Auch sonst kommt es das ein oder andere Mal zu nervigen Abstürzen, die den Spielspaß erheblich trüben können. Was bei einem so großen Spiel leider auch nicht ausbleibt: Bugs. „Fallout: New Vegas“ ist problemlos spielbar, aber hier und da bleiben NPCs in der Spielwelt hängen, Quests lassen sich nicht lösen, weil ein NPC falsch reagiert oder weil die Quest grundlos aus dem Questlog gestrichen wird.

Fazit Trotz einiger technischer Schwächen und Bugs überzeugt uns „Fallout: New Vegas“ und wird auch all jene begeistern, denen „Fallout 3“ schon gefallen hat oder die ein Faible für derartige Endzeit-Szenarien haben.

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