NostalGIGA - Folge 8: Fallout

Jonas Wekenborg
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NostalGIGA - Fallout
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Irgendwann könnte der schlimmste aller Fälle eintreten und die Vision eines nuklearen Krieges Wirklichkeit werden. Sollte dies passieren, was wir natürlich nicht hoffen, sind wir dank Fallout erstklassig auf alle Eventualitäten vorbereitet. Schutzbrille auf und in Deckung gehen, denn hier könnt ihr noch einmal Folge 8 unseres NostalGIGAs aus 2011 nachholen.

NostalGIGA: Fallout

Wie ging es los?

1997 war ein Jahr, in dem viele begehrenswerte Spiele auf den Markt kamen. Zur damaligen Zeit waren Computerspiele jedoch überwiegend unerschwinglich, daher hoffte man darauf, wenigstens eines irgendwo abgreifen zu können. Dieses Eine war bei mir “Fallout” und – bei Gott – es hat mein Leben nachhaltig verändert. Immerhin wüsste ich nun, wie ich mich nach einem Atomschlag verhalten müsste.

Fallout_Artwork

Was ich an Fallout geliebt habe?

Vergleichbare Spiele gab es zu dieser Zeit nicht. Es war noch relativ leicht für Entwicklerstudios Innovationen zu liefern und so stand das Jahr 97 gänzlich unter dem Stern der isometrischen Perspektive. Auch vertonte Dialoge mit animierten Gesichtern waren was gänzlich Neues und hauchten dem Ganzen eine bis dahin nie da gewesene Authentizität ein. Als einsamer Wanderer a la Mad Max durch eine lebensfeindliche Umgebung zu reisen, dabei den Menschen helfen und zu einem Helden heranwachsen. Das war großes Kino, ein Abenteuer, das ungemein fesselte.

Was ich an Fallout gehasst habe?

Das damalige Fähigkeitensystem S.P.E.C.I.A.L., das eher aus der Not heraus entstanden war, dass Interplay die GURPS-Lizenz nicht nutzen durfte, barg einige Schwierigkeiten. Bei einem Levelaufstieg gab es nur wenig Punkte, die man auf die 18 Fähigkeiten verteilen konnte, dabei brauchte man doch jeden einzelnen von ihnen, um überhaupt mit einer Fähigkeit etwas anfangen zu können. Das zeigte sich überwiegend in den rundenbasierten Kämpfen als Problem. Denn allzu häufig schoß man selbst aus nächster Nähe an den Augen einer nichts-Gutes-verheißenden Todeskralle vorbei.

FunFact:

Bevor ich “Fallout” in der deutschen Vollversion in der Hand hielt, hatte ich eine Demoversion aus den UK auf meinem Rechner installiert. Nun stellt sich wohl kaum die Frage, wie verstörend ein ungeschnittenes Spiel für einen jungen Heranwachsenden sein kann, in dem Gegner unter Beschuss in ihre Moleküle aufgelöst werden und beschossenen Kindern die Köpfe wegfliegen. Das dachte sich wohl auch die USK, die “Fallout” erst ab 16 freigab und Kinder und übermäßige Gewaltdarstellungen komplett entfernte. Zum Glück gab es da aber noch den Blut-Patch.

Das Erbe:

Das S.P.E.C.I.A.L.-System funktioniert seit “Fallout 3” mit seinen 13 Fähigkeiten sehr viel besser. Längst ist man nicht automatisch dem Tode geweiht, wenn die Munition ausgeht, da die Nahkampffähigkeiten nun auch mal einen Zweck erfüllen. Interplay entwickelte die Reihe souverän weiter, fiel dann beim Spin-Off-Titel “Fallout Tactics: Brotherhood of Steel” ein wenig vom Weg ab und verpatzte es mit “Fallout: Van Buren” – welches seither als Entwicklerdemo im Internet kursiert -schließlich vollends.

fallout wallpaper

Bethesda nahm die wertvolle Lizenz auf und hauchte ihr mit zeitgemäßer Grafik und Gameplay neues Leben ein. Das Mad Max-esque Setting brach liegen zu lassen, wäre aber auch ein großer Fehler gewesen, gibt es doch viel zu wenig Spiele, die die Postapokalypse anständig behandeln. Interplay lockt seit langem mit der Ankündigung, dass “Fallout Online” irgendwann erscheinen wird, während Bethesda die Reihe sicherlich auch nach “Fallout: New Vegas” fortführen wird, immerhin dreht sich ja alles um Krieg, und Krieg bleibt bekanntermaßen immer gleich.

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