Far Cry 5 in der Vorschau: Raus aus dem Dschungel

Thomas Stuchlik

Über die Jahre hinweg war Far Cry das Sinnbild für Open World in der erbarmungslosen Wildnis. Doch mit Teil 5 ändert sich das, denn diesmal verschlägt es dich in den zivilisierten US-Bundesstaat Montana. Obwohl … so zivilisiert geht es hier gar nicht zu …

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Far Cry 5: Unser erster Eindruck von der E3 2017

In der Ego-Action von Far Cry ist seit jeher die Natur dein Feind. Wie oft passiert es, dass du beim Herumwandern oder Schleichen von bissigen Kreaturen überrumpelt wirst? Das scheint nun Vergangenheit, denn Far Cry spielt mitten in den ländlichen Gefilden der Vereinigten Staaten. Das fiktive Hope County bildet die malerische Kulisse für das jüngste Serienabenteuer.

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Doch das erste Probespiel zeigt, dass es hier nicht so beschaulich zugeht, wie es zunächst scheint. Denn die braven Bewohner werden von einer hinterlistigen Sekte bedroht. Deren Anführer Joseph Seed und seine gläubigen Mannen halten sich nicht mit Predigten auf. Stattdessen lassen sie Waffen sprechen, um ihr zweifelhaftes Wort zu verkünden.

Das denken die Entwickler über den Realitätsbezug von Far Cry 5

Lasset die Waffen sprechen

Die Bedrohung wird bereits nach wenigen Metern in der Vorab-Version klar. Denn inmitten von grünen Feldern und waldigen Hügeln bettet sich ein vermeintlich verschlafenes Städtchen ein. Doch auf dessen Straßen sind die Sekten-Anhänger schon voll in ihrem Element und exekutieren deren Bürger. Höchste Zeit einzugreifen!

Wie gewohnt ist es deine Aufgabe, diesen feindlichen Außenposten zu sichern und die religiösen Fanatiker von deiner Waffenkunst zu überzeugen. Gewohntermaßen machst du mit dem Fernglas die Gegner aus und markierst sie, um sie auch hinter Wänden erkennen zu können. Wahlweise lieferst du dir offene Schusswechsel oder knipst unauffällig jeden Kontrahenten im Nahkampf aus.

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Keine Alleingänge mehr

Doch mit Far Cry 5 findet ein interessantes Spielelement Einzug: ein computergesteuerter Begleiter. Beim Testspiel standen drei verschiedene Koop-Partner zur Wahl, die nicht unterschiedlicher sein könnten.

Der raubeinige Nick Rye schwebt mit seiner Propellermaschine über deinem Kopf und wartet auf dein Kommando. Per Steuerkreuz markierst du eine Position in Sichtweite, die er umgehend anfliegt und bombardiert. Schnell liegt die feindliche Verteidigung in Schutt und Asche. Das Chaos nutzt du beispielsweise auch, um an ganz anderer Stelle zuzuschlagen.

Alles zu Far Cry 5 liest du hier

Alternativ nimmst du die Scharfschützin Grace Armstrong mit auf die Pirsch. Diese darfst du an taktisch kluger Lage positionieren, von wo sie auch weit entfernte Gegner gezielt wegballern kann. Doch das Mündungsfeuer alarmiert die Gegner. Schnell rast Verstärkung auf Pickup-Trucks heran. Dann heißt es: Schnell handeln!

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Far Cry 5 – E3 2017 – Gameplay

Der treue Bello namens Boomer

Eine verbündete Scharfschützin? Kenner von Metal Gear Solid V: The Phantom Pain hegen hier den Plagiats-Verdacht, denn die Sniper-Expertin Quiet half bereits Schleich-Held Big Boss aus. Doch es kommt noch dicker: In Far Cry 5 gibt es gleichermaßen einen Begleithund, der ganz ähnliche Aktionen wie Snakes Wauwau ausführen kann.

Der treue Vierbeiner steht dir zur Seite und hält dir den Rücken frei. Auf deinen Befehl tapst er unbemerkt zwischen die feindlichen Reihen, um Gegner zu markieren. Nicht zuletzt erteilst du dem Hund das “Fass”-Kommando, woraufhin er anvisierten Rivalen an die Gurgel geht. Schön, dass das findige Kerlchen manchmal auch gegnerische Waffen apportiert. Sterben kann der beste Freund des Menschen übrigens nicht. Er wird höchstens bewusstlos und muss sich ausruhen. Genau wie mit den anderen Begleitern solltet ihr koordiniert vorgehen, um die schwer bewaffneten Sekten-Fanatiker mit viel Schadenfreude zu überlisten.

Bildergalerie Far Cry 5 - Am Wasser, an Land und in der Luft

Bekannter Spielablauf

Far Cry 5 bietet dieselbe Freiheit wie die Vorgänger. In der offenen Welt entdeckst du lauschige Naturflecken, versteckte Orte und lohnenswerte Festungsanlagen. Hast du genug von der Action, dann geht’s einfach Angeln. Außerdem bist du nicht zwingend zu Fuß unterwegs. Herumstehende Vehikel laden zu einer Spritztour und Kumpel Nick leiht dir auch gern mal sein Flugzeug. Nur für den Fall …

Kurzum bleibt sich Far Cry auch beim fünften Teil treu. Spielablauf und Waffenhandling wirken altvertraut. Auch das Einnehmen gegnerischer Außenposten ist genauso spaßig wie in den Vorgängern. Nur dass du diesmal auch auf KI-Helferlein bauen kannst. Technisch ist das Geschehen bisher ansprechend, aber nicht sonderlich spektakulär. Die Landschaften geben sich stimmig, aber dem virtuellen Montana fehlt es ein wenig am Hauch Exotik der Vorgänger.

Weitere Themen: Far Cry, Ubisoft

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